Archiv

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 04.01.2013

„Weine nicht, wenn der Zinssatz fällt“

Wien – Viel Aufmerksamkeit für eine kleine Raika in einer 4900-Einwohner-Stadt im Salzburger Pongau: Das Video „Die Raiffeisenbank Radstadt stellt sich vor ...“ ist der neue unfreiwillige Internet-Hit. Knapp 57.000-mal wurde das Video auf YouTube bereits angesehen, von der Homepage der Bank ist es mittlerweile verschwunden. Mit einer Gesangseinlage – einem Cover des bekannten Schlagersongs „Marmor, Stein und Eisen bricht“ – sorgen die Mitarbeiter der Bank aber mehr für Belustigung als Bewunderung.

„Weine nicht, wenn der Zinssatz fällt“, tönt eine Mitarbeiterin im Dirndl eingangs in die Kamera. Besungen wird die Verlässlichkeit einer kleinen Genossenschaftsbank in Zeiten der Krise, die Reime sind ab und zu etwas holprig. Sogar die neuen Eigenkapitalricht­linien kommen vor: „Ob Basel III, Liquidität – dam dam, dam dam – Eigenmittel sind Priorität – dam dam, dam dam ...“

Zwischenzeitlich berichten renommierte deutsche Wirtschaftsmedien über das Video, am Freitag etwa das deutsche Handelsblatt oder die Wirtschaftswoche. (APA)