Der Oldie (25) hatte den längsten Atem - Willett gewinnt 20. Air&Style
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Oldie, but goldie – US-Boy Eric Willett flog im Superfinale zum Air & Style-Triumph.Foto: Thomas Böhm
Foto: APA/EXPA/JÜRGEN FEICHTER
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Air & Style
Superfinale: 1. Eric Willett (USA) 2. Sebastien Toutant (CAN) 3. Aleksander Ostreng (NOR) 4. Mark McMorris (CAN) weiters: 5. Sandbech (NOR), 6. Kadono (JAP), 7. Smitts (BEL), 8. Tonteri (FIN).
Von Max Ischia und
Tobias Waidhofer
Innsbruck – Die Schneeflocken tanzten vergnügt in den Scheinwerferkegeln. Wie damals, als der Air & Style am 17. Jänner 1994 aus der Taufe gehoben wurde. Das war‘s dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. „Aus einer netten Hupferei“, wie Air & Style-Boss Andrew Hourmont die Premiere einst unter der Athletenschaft promotet hatte, ist längst der bedeutendste Snowboard-Event der Welt geworden. Wo einst ein Backflip (Rückwärtssalto) reichte, um die Massen in Ekstase zu versetzen, wurde gestern in der Trickkiste auf Teufel komm raus gekramt.
Schon in der zweiten Runde packte der 19-jährige Norweger Stale Sandbech einen Backside Triple Cork 1440 mute aus. Was so viel hieß, dass der junge Mann aus Oslo seinen Luftsprung mit drei Salti und vier Schrauben garnierte und dieUsen Trick noch dazu seidenweich in den Auslauf setzte. Ähnlich, wie es an gleicher Stätte gewöhnlich Gregor Schlierenzauer zu pflegen tut. Und weil der ÖSV-Paradeadler samt Kollegenschaft gestern in Harrachov aufgrund der Wetterhavarien nicht zur Weitenjagd abheben konnte, wurde der Air & Style auf ORFeins lange Zeit ins trendige Bild gerückt. Gut so.
Denn das Sprung-Feuerwerk wollte am gestrigen Abend kein Ende nehmen. So wie die Begeisterung der 10.500 Fans, die auch nach viereinhalb Stunden bester Unterhaltung nicht genug bekommen konnten. Weil Stale Sandbech in der dritten Runde im Mark McMorris seinen Meister fand, standen nebst dem kanadischen Air&Style-Sieger von 2011 die Herrschaften Eric Willett (USA), Sebastien Toutant (CAN) und Aleksander Ostreng (NOR) im Superfinale.
Dort war dann ein wenig die Luft heraußen und kaum einer der Helden der Nacht vermochte seine Sprünge noch zu stehen. US-Boy Willett, mit 25 Jahren der Älteste im Feld, hatte noch am meisten im Akku und verwies Toutant und Ostreng auf die Ehrenränge. Für die österreichischen Hoffnungen Clemens Schattschneider und Mathias Weißenbacher war bereits in der zweiten Runde Endstation. „Schade, weil es einfach so geil war, hier dabei zu sein. Dieses Publikum, dieses Ambiente, etwas Besseres gibt es nicht“, schwärmte das Duo im Gleichklang. Und strahlten dabei wie Sieger Willett.
aktualisiert: Sa, 02.02.2013 22:40


