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Oscar 2013

Große Emotionen bei den Oscars: Waltz und Haneke ausgezeichnet, „Argo“ bester Film

First Lady Michelle Obama verkündet den besten Film des Jahres: „Argo“ von Ben Affleck. Adele weint, Jennifer Lawrence stolpert und die Österreicher Michael Haneke und Christoph Waltz freuen sich beide über einen Oscar.

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Von Aliki Nassoufis und Patrick T. Neumann, dpa

Hollywood – Michael Haneke dankt der Liebes seines Lebens, Christoph Waltz tritt gerührt ans Mikrofon und Adele laufen sogar Freudentränen übers Gesicht - bei der diesjährigen Oscarverleihung berührten große Emotionen. Ben Afflecks Thriller „Argo“ wurde mit dem Haupt-Oscar als bester Film des Jahres ausgezeichnet, während Ang Lees „Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger“ mit vier Trophäen die meisten Auszeichnungen holte. Daniel Day-Lewis gewann mit seinem Part in dem Historiendrama „Lincoln“ seinen dritten Oscar als bester Hauptdarsteller - Rekord.

Alle Gewinner der Oscar-Gala im Überblick: http://go.tt.com/125sz2V

Auch für die Österreicher war es ein goldener Abend: Der 70-jährige Michael Haneke bekam für „Amour“ („Liebe“) den ersten Oscar seiner Karriere. Sein Drama um ein älteres Ehepaar und dessen letzte gemeinsame Wochen wurde in den vergangenen Monaten mit Preisen geradezu überschüttet und sicherte sich nun den Goldjungen für den besten nicht-englischsprachigen Film.

Ben Affleck rührt das Publikum

Seine Hauptdarstellerin Emmanuelle Riva ging jedoch leer aus und musste der 22-jährigen Jennifer Lawrence für „Silver Linings“ den Preis als beste Hauptdarstellerin überlassen. Für die war es der erste Oscar - der österreichische Schauspieler Christoph Waltz konnte sich dagegen schon über den zweiten Academy Award freuen. Sichtlich gerührt und um Fassung ringend nahm er die Trophäe als bester Nebendarsteller für seine Leistung in Quentin Tarantinos „Django Unchained“ entgegen.

Besonders ergriffen war das Publikum, als Ben Affleck mit seinem Koproduzenten George Clooney den Oscar für den besten Film entgegennahm. First Lady Michelle Obama war live zugeschaltet und verkündete den Gewinner. Der 40-Jährige hatte bereits 1998 einen Drehbuch-Oscar für „Good Will Hunting“ gewonnen, doch danach hing seine Karriere über Jahre hinweg durch. „Ich habe nie gedacht, dass ich mal wieder hier oben stehen würde“, sagte Affleck. „Es ist egal, wenn du im Leben mal unten bist. Es ist nur wichtig, dass du wieder hochkommst.“

Gelungene Show

Multitalent Seth MacFarlane überraschte mit einer unterhaltsamen Moderation. Der Komiker, Regisseur und Schauspieler tanzte und sang mehrere Lieder. Überhaupt wurde bei den Oscars viel gesungen. Die „Les Misérables“-Darsteller Russell Crowe, Hugh Jackman, Anne Hathaway - die einen Oscar als beste Nebendarstellerin gewann - und Amanda Seyfried wurden für ihren Auftritt vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert.

Adele brachte für „Skyfall“ einen Chor und ein Orchester auf die Bühne. Mit Erfolg: Wenig später gewann die britische Sängerin ihren ersten Oscar für das beste Filmlied. „Das hier ist unglaublich“, sagte sie noch, bevor ihr Freudentränen übers Gesicht flossen.

Aliki Nassoufis und Patrick T. Neumann arbeiten als Reporter bei der Nachrichtenagentur dpa.

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