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Dancing Stars

Auftakt: Herren eröffneten das Parkett im „Ballroom“

Die Promiherren haben ihre Solotänze bereits absolviert. Im Unterschied zum Vorjahr mussten sich die Tanzpaare am Freitagabend aber noch keine Sorgen um ein vorzeitiges Ende der Auftritte im „Ballroom“ machen, da heuer erst in der dritten Sendung der erste Abschied vonstattengeht.

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Wien – Noch fließt sichtlich nicht allen Neo-Tänzern der Rhythmus durch die Adern: Die eine oder andere ungelenke Bewegung und ein erstes Hoppala werden den Zusehern der gestrigen Eröffnungssendung der diesjährigen „Dancing Stars“-Staffel auf ORF eins vermutlich am ehesten im Gedächtnis bleiben. Schauspielerin Susanna Hirschler sorgte mit einem von der TV-Regie gekonnt kaschierten Ausrutscher beim Gruppen-Mambo der Damen für einen unfreiwilligen Höhepunkt.

Glitter, Schweiß und Federn: Ein Dutzend Laien in Sachen Tanz und ihre professionellen Partner und Trainer wagten sich am Freitagabend erstmals öffentlich auf die Bretter, die für den einen oder anderen zwar nicht die Welt, aber doch viel bedeuten. Ski-Ass und Show-Talent Rainer Schönfelder legte eine besonders heiße Sohle hin: Er überzeugte durch Ausstrahlung und Performance und konnte auch bei der gestrengen Jury punkten. Die Höchstnote der Sendung – 27 Punkte – schien ihm keineswegs zu Kopf zu steigen.

„Noch ist nichts entschieden“, gab er zu bedenken. Auch wenn er gegenüber der APA unumwunden zugab: „Ich bin hier, um zu gewinnen.“ Erste Publikumsstimmen handeln ihn gemeinsam mit „Traumschwiegersohn“ und Musicaldarsteller Lukas Perman als einen der Favoriten. Auf ihn setzt auch Vorjahressiegerin Petra Frey, die diesmal entspannt von den Zuschauerplätzen mitfieberte. Dabei hielt es sie kaum auf dem Sessel. „Es juckt mich schon, mitzutanzen“, so Frey. Was ihr nicht fehlt, sind die wunden Füße. „Tanzschuhe in Kombination mit Netzstrümpfen – Männer können sich diesen Schmerz gar nicht vorstellen.“

„Mit der Eleganz eines LKWs“, wie es Moderatorin Mirjam Weichselbraun ausdrückte, bestritt Ex-Boxer und Pastor Biko Botowamungo den langsamen Walzer – eine recht holprige, wenn auch durchwegs amüsante Einlage, die ihm viel Sympathie seitens des Publikums sicherte. Der Hüne mit Schuhgröße 49 nannte das Training „härter als Boxen“. Juror Hannes Nedbal brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Ich habe schon befürchtet, dass Sie im Stehen aus dem Takt kommen.“

Diesmal konnten die sechs Herren in Solotänzen ihr Können unter Beweis stellen, die Damen gaben einen Gruppen-Mambo. Nächste Woche stehen Quickstep und Rumba auf dem Programm, die Männer wiederum wagen sich gemeinsam an den Mambo. Schauspieler Rudi Roubinek, diesmal elegant wie man ihn kennt im Frack, fürchtet sich etwas vor den passenden „progressiven Gewändern“, die die Performer schmücken werden. Bequem war das klassische Outfit diesmal allerdings nicht, gestand er im APA-Gespräch ein. “Es zwickt, drückt und ist eng.“

Stimmen und Wertungen der ersten beiden Sendungen werden in die dritte übernommen, bei der das erste Paar hinausgewählt wird. Diesmal führen die bewährten Moderatoren Weichselbraun und Klaus Eberhartinger aufgrund der neuen Regeln bis zum Finale am 24. Mai durch zwölf Sendungen statt bisher zehn.

Ruhm und Ehre bereits „ertanzt“ und vor dem gestrengen Urteil bestanden haben bis dato Marika Lichter (2005), Manuel Ortega (2006), Klaus Eberhartinger (2007), Dorian Steidl (2008), Claudia Reiterer (2009), Astrid Wirtenberger (2011) und im Vorjahr Petra Frey. (APA)

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