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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 11.03.2013

Alle unter einem Dach

Innsbruck – Es war ganz offensichtlich ein dringender und nachdrücklich deponierter Wunsch der Kaiserschützen, ein eigenes Plätzchen im Tirol Panorama zugewiesen zu bekommen. Schließlich sind die Bestände seit der Schließung des Kaiserschützenmuseums im Leuthaus in Wilten im Jahr 1999 quasi obdachlos bzw. im Museumsdepot in der Feldstraße aus den Augen der Öffentlichkeit verschwunden.

Zur Eröffnung des neuen, bescheidenen Ausstellungsbereichs im Tirol Panorama marschierten am Montag auch Vertreter des Kaiserschützenbundes Tirol 1921 auf. Und begingen einen „Festtag“, so Bundes-Major Hans-Peter Gärtner, es seien die Kaiserschützen doch „nach längerer Abwesenheit wieder in die Tiroler Museumslandschaft zurückgekehrt“. Mit einigen wenigen Exponaten wie Eispickel und Skier mit Edelweiß­emblem, der Figurine eines Kaiserschützen-Unterjägers, der Mütze Kaiser Karls I., der den Landesschützen 1917 den Ehrentitel „Kaiserschützen“ verlieh, einer Medienstation und Gemälden des „Propagandamalers“ Hans Bertle, so Kuratorin Claudia Sporer-Heis.

Nach zwei Jahren seines Bestehens und „weit übertroffenen Erwartungen“ mit „320.000 Besuchern“ (Kulturlandesrätin Beate Palfrader) hat das Museum also eine erste Erweiterung erfahren, inszeniert erneut vom Planungsbüro HG Merz. Für Museums-Chef Wolfgang Meighörner eine „sinnvolle Ergänzung“, schlage die zusätzlich bespielte Wand doch eine Brücke zwischen Rundgemälde und dem „Schauplatz Tirol“ mit Kulturgeschichtlichem und Kuriositäten. (jel)