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Sendung in Wien

„Wetten, dass...?“ - Wien „shaket“ und besiegt Lanz

Lanz rockte die Wiener Stadthalle mit „One Republic“ und Amadeus. Die Stadtwette konnte Wien für sich entscheiden.

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Wien - Wien besiegt Markus Lanz: Der „Wetten, dass...?“-Moderator forderte Wien am Samstagabend zum Tanz und die Bundeshauptstadt erwies sich als würdiger Tanzpartner. Mehr als 500 Videos mit improvisierten „Harlem - bzw. Vienna Shake“-Tänzen gingen beim ZDF bis Sendungsschluss ein, womit Lanz seine Stadtwette verlor und in - ihm verhasste - Schokolade eintauchen musste. „Ich werde eine lebende Sachertorte“, fürchtete Lanz zu Beginn der Show und so war es denn auch, als Stadtwetten-Präsentatorin Mirjam Weichselbraun ihn Baden schickte.

Eine Hommage an Wien war es auch, als Lanz in der Show gemeinsam mit der US-Band „One Republic“ und dem Kinderchor der Wiener Staatsoper Falcos „Rock me Amadeus“ zum Besten gab. Ansonsten wurde die Österreich-Fahne in der Show, die zum vierten Mal in Wien stattfand, von Peter Weck hochgehalten. Und Lanz versuchte sich in immer wieder eingestreuten Austriazismen.

Kinderfreundliche Spannung, Spiel und Spaß

Die gewohnt professionelle Show bot wieder einmal auf, was die Familie am Samstagabend eben so erwartet: kinderfreundliche Spannung, Spiel und Spaß. Und natürlich Musik, mit US-Rapper 50 Cent und - ein Highlight - Depeche Mode. Freunde der Schadenfreude kamen gleich zu Beginn der Show voll auf ihre Kosten, als sich der deutsche Komiker Oliver Pocher im deutschlandfarbenen Männer-Badeanzug vor ein Fußballtor stellen musste und ein Team von Promis und Österreichern aus dem Publikum seinen Allerwertesten abschießen durfte. „Dreh dich um! Auf die Knie! Wir spielen jetzt 50 Shades of grey“, forderte Lanz von Wettverlierer Pocher den Tribut.

Gendergerechtigkeit gab es, als Viktoria Lauterbach, die ihr Mann Heiner auf der Couch kaum zu Wort kommen ließ, beim Elektro-Toilettenschüssel-Rennen gegen ihren Gatten siegte. Eine Panne gab es beim Auftritt von Michael Buble, als bei der ersten Hälfte seines Songs zwar die Hintergrundmusik laut und deutlich, nicht aber die Stimme des Sängers zu hören war.

Jonglierender Hammer-Künstler wurde Wettkönig

Wettkönig wurde Julian Böhme, dem es gelang innerhalb von zwei Minuten mit drei jonglierenden Holzhämmern 15 Nägel einzuschlagen. Er bekam 61 Prozent der Publikumsstimmen und einen neuen Audi. Saalliebling war der achtjährige Vincent Ribbeck aus Bayern, der es schaffte zehn mal um einen Tisch herumzuklettern, ohne den Boden zu berühren. Zur Belohnung darf der Bub, der vom Wettbewerb der Wettkönige ausgenommen war, mit Delfinen in der Türkei schwimmen gehen. „Leider verloren“ - hieß es für Jörg Söhner, der wettete, drei aus vier Reifen eines driftenden Autos am Geruch zu erkennen und Stefan Brockamp, der sich zutraute, fünf Toiletten am Zuklapp-Geräusch ihrer Deckel zu erkennen.

Es war die insgesamt 204. „Wetten, dass...?“-Sendung - für Markus Lanz war es das mittlerweile sechste Mal, dass er die berühmten Worte „Top, die Wette gilt“ aussprechen durfte. In Wien, wo die Show bereits 1981, 1997 und 2002 gastierte, verfolgten knapp 2500 Zuschauer das Treiben in der Stadthalle und 320 Mitarbeiter sorgten für den reibungslosen Ablauf der Sendung. Das nächste „Wetten, dass...?“ gibt es am 8. Juni, dann begrüßt Lanz seine Zuschauer aus Palma de Mallorca. (APA)

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