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Letztes Update am TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

Google Street View

Die Welt in den Augen einer Maschine

Der Kanadier Jon Rafman veröffentlicht seit 2008 in seinem Blog skurrile, magische, aber auch tragische Momente, die Google Street View abbildet. Mittlerweile ist diese Straßenfotografie Kunst und Rafman hat Ausstellungen auf der ganzen Welt.

Montreal – Seit 2007 nimmt Google mit Street-View-Autos die Welt auf. Die Fahrzeuge sind jeweils mit neun Kameras ausgestattet, die 360-Grad-Aufnahmen von der Umgebung möglich machen. Mittlerweile wird nicht nur jede Straße dokumentiert, sondern mit Kamera-Rucksäcken auch in jeden entlegenen Winkel vorgedrungen. Alle zehn bis 20 Meter schießen die Kameras ein Foto und halten dabei auch Alltagsszenen fest.

Der Kanadier Jon Rafman sammelt seit 2008 auf seinem Blog, den er in Anlehnung an die neunäugigen Kameraarme, „9-Eyes“ ( http://9-eyes.com ) nannte, außergewöhnliche „Street Views“. Rafmans Fundstücke werden mittlerweile in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Die Aufnahmen zeigen Babys, die ihren Eltern unbemerkt davonkrabbeln, maskierte Menschen im Dschungel, Affen in einer heißen Quelle und Kinder, die sich verstecken, Menschen, die bedroht werden und irgendwo läuft ein Tiger durch das Bild. Wo sich diese skurrilen, aber zum Teil auch tragischen Alltagsszenen abgespielt haben, verrät der kanadische Blogger allerdings nicht.

Eine Auswahl der kuriosen Aufnahmen von Google Street View sehen Sie in der Fotostrecke... (TT.com)