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Letztes Update am TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

„Erstbegehung“

Tiroler Slackliner balancierte erfolgreich über den Stephansdom

In 60 Metern Höhe balancierte Christian Waldner vom großen Steffl-Turm zum südlichen Heidenturm und retour.

Wien - Vor Hunderten Schaulustigen balancierte der Tiroler Slackliner Christian Waldner am Freitagnachmittag erfolgreich über den Stephansdom. Ganze zehn Minuten dauerte der Drahtseilakt. Waldner arbeitete sich dabei 60 Meter über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Seine Ausbeute: „Ein Flow-Erlebnis. Davon kann man lange zehren.“

Die „Erstbegehung“ des Wiener Wahrzeichens war zuletzt unter keinem guten Stern gestanden, da ursprünglich Regen und starker Wind prognostiziert waren. Dank letztendlich doch freundlichem Wetter ging alles gut - wobei: „Die körperliche und psychische Belastung war schon hoch“, gestand der - stets mittels Gurt gesicherte - Publikumsheld im Anschluss, als er zu ebener Erd‘ mit Radiomoderatorin Claudia Stöckl und Dompfarrer Toni Faber konferierte.

Die Anfeuerungsrufe der mit Smartphones sowie Speis und Trank bewaffneten Schaulustigen hätten ihn jedenfalls beflügelt, versicherte Waldner. Die Idee, barfuß auf einem 2,5 Zentimeter dicken Seil über den Stephansdom zu balancieren, sei ihm bei einem Wien-Besuch vor rund vier Jahren gekommen. Aus dem ursprünglichen Jux wurde bald Ernst, bis der Seiltanz letztendlich ins Rahmenprogramm des Steffl-Kirtags aufgenommen und gleichzeitig als spektakulärer Auftakt der heutigen „Langen Nacht der Kirchen“ auserkoren wurde.

Emotional dürfte es sich für den studierten Betriebswirt und Sportwissenschafter jedenfalls ausgezahlt haben - denn: „Es war einfach nur schön.“ (tt.com, APA)