Archiv

Letztes Update am TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

Tornado

Moore in Oklahoma zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Barack Obama besuchte am Wochenende Moore und spendete den Tornado-Opfern Trost. „Die Zerstörung ist nur schwer zu fassen“, erklärte der US-Präsident. Aber „ihr seid nicht alleine“.

drucken

Moore, Oklahoma – Die Bilder, die Lucas Jackson in Moore gemacht hat, sind bedrückend. Im Zwielicht des Wechsels zwischen Tag und Nacht, schoss er schaurig schöne Fotos, die eindrücklich zeigen, mit welch unbändiger Wut der Tornado am 20. Mai das kleine Städtchen verwüstet hat.

Der Wirbelsturm erreichte die höchste Stufe der fünfteiligen Skala, die verwendet wird um die zerstörerische Kraft von Tornados einzuteilen. 24 Menschen starben, als die Naturgewalt einen 27 Kilometer langen und zwei Kilometer breiten Streifen der Verwüstung durch den Vorort Oklahoma Citys zog.

Dabei handelte es sich um nur einen von insgesamt 76 Tornados, die in den Tagen vom 18. bis zum 20. Mai zehn US-Bundesstaaten heimsuchten. Die auf Risikoabschätzung spezialisierte Agentur bezifferte die Schäden der drei Tornado-Tage auf bis zu fünf Milliarden Dollar.

„Ihr seid nicht alleine“

„Offensichtlich ist die Zerstörung hier nur schwer zu realisieren“, sagte ein sichtlich bewegter US-Präsident bei seinem Besuch von Moore am Wochenende. „Wann immer ich in ein Gebiet reise, das wie dieses von einer Naturkatastrophe verwüstet worden ist, versuche ich allen begreifbar zu machen, dass ich im Namen des ganzen Landes spreche“, sagte Obama. „Überall beten amerikanische Mitbürger mit euch, sie denken an euch und wollen helfen. Und ich bin nur derjenige, der die Botschaft überbringt, dass ihr nicht alleine seid.“ (tt.com)

drucken