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„Die große Chance“

Bühnenluft schnuppern beim Casting: So viel Talent hat Tirol

Tanzen, singen, jodeln oder jonglieren – die Castingshow „Die große Chance“ suchte am Samstag außergewöhnliche Talente in Innsbruck.

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Von Miriam Hotter

Innsbruck – Samstag, 10 Uhr, vor der HTL für Bau und Design in der Trenkwalderstraße in Innsbruck. Auf den steinigen Stufen sitzen junge Burschen und Mädchen, junge Talente, die ein Traum verbindet: die große Bühne der Castingshow „Die große Chance“. Manche nutzen die Wartezeit, um auf ihrer Gitarre zu spielen, andere feilen an ihrer Textsicherheit. Eine Gruppe junger Tänzerinnen probt für ihren Auftritt, bis ihnen ein dunkel gekleideter Mann mit Headset zuruft: „Los, ihr seid die Nächsten.“

Im großen Castingraum müssen sie nun ihr Können vor einer achtköpfigen Mannschaft aus Wien unter Beweis stellen. Die Musik ertönt aus zwei großen Boxen und die Tänzerinnen aus Vorarlberg legen los. Die Jury ist begeistert. Doch auch wenn das Urteil positiv ausfällt, müssen sich die Mädchen noch zwei Wochen gedulden. Erst dann wird ihnen per Telefon mitgeteilt, ob sie es in die nächste Runde geschafft haben.

„In Tirol gibt es viele Menschen mit Star-Potenzial. Heute sehen wir uns zwischen 150 und 200 Bewerber an“, sagt Thomas Vacek, der Produzent von „Die große Chance“. In fünf Städten suchen er und sein Team österreichweit nach außergewöhnlichen Talenten. Alles ist erlaubt: ob Tanz, Akrobatik, Gesang oder Comedy – Hauptsache, die Teilnehmer heben sich von der Menge ab.

Die 18-jährige Laura Ölhafen aus Mieming versucht die Jury mit ihrer Stimme zu überzeugen. Die Schülerin singt „I hate to see your heartbreak“ von Paramore und begleitet sich auf der Gitarre. „Wow, du hast eine tolle Stimme“, lobt sie Robert Reifer, ein Mitglied der zweiköpfigen Jury. Doch ob es die junge Musikerin mit einer der großen Bands, die sich heute für die Show bewerben, aufnehmen kann, wird sich erst herausstellen. „Gut singen zu können, reicht nicht. Das Gesamtpaket muss stimmen“, weiß Ölhafen.

Auch Philipp Genetti aus Meran in Südtirol versucht heute sein Glück – mit einem selbst komponierten Lied. Der 20-jährige Schüler ist nervös. „Ich hatte gestern einen Musical-Auftritt in München und heute bin ich mit einer heiseren Stimme aufgewacht“, erklärt er. Ob er die Jury trotzdem beeindrucken konnte? Am 23. September wird es sich zeigen. Denn dann startet „Die große Chance“ im ORF in die dritte Runde.

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