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Stimmung machte Kindern und Frauen Beine

1800 Frauen und über 150 Kinder feierten gestern rund um die Innsbrucker Olympiaworld ein begeistertes Laufsportfest.

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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Schon der Ententanz kurz nach Mittag ließ keinen kalt. Nicht wegen der sommerlichen Temperaturen kurz vor dem Start zum TT-Kinderlauf gestern in Innsbruck. Als alle Englein flogen, schunkelten Eltern und Freunde mit. Die kleinen und großen Äffchen (400 bzw. 800-m-Strecke), Hasen (1600 m) und Geparden (2400 m) tanzten sich warm und liefen dann hintereinander beim Rundkurs heiß.

„Nicht so schnell“, rief ein Papa noch zum Start rüber. „Langsam“, ergänzte die Mama. Was sonst alles zählt, war nur Nebensache. „Wir sind der einzige Kinderlauf ohne Zeitnehmung“, sagte Organisator Alexander Pittl von der Laufwerkstatt nicht ohne Stolz. Einzig das Durchkommen zählte, der Hitze und jedem Seitenstechen zum Trotz.

Und sie kamen alle ins Ziel – im Sprint, mit rotem Kopf, schwitzend, erledigt, aber alle nach Apfelsaft und mit aufbügelbaren Äffchen, Hasen oder Geparden in der Hand mit sichtlich viel Stolz.

Ein paar Stunden später war die Begeisterung nicht minder groß. Schon beim Aufwärmen für den 3. Tiroler Salomon Frauenlauf war die Stimmung am Kochen. Der gemeinsamen Aerobic-Einheit folgte mehrfach die Welle auf der Start-Ziel-Geraden und der Startschuss von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

Rund 1800 Läuferinnen machten sich über die gesperrte Olympiabrücke auf den 5-km-Kurs. Plaudernd, lachend, mit oder ohne Zeitnehmung, in Gruppen oder nur zu zweit – der Spaß war allen anzusehen, die Dichte von Kinderwagen schiebenden Männern rundherum auffallend hoch. Im Ziel war die Anstrengung dann doch sichtbar, bei Party und Siegerehrung jede Mühe vergessen. Auch bei Claudia, die schon beim ersten Frauenlauf mitlief: „Es wird jedes Jahr noch toller. Das nächste Mal kommt noch eine weitere Freundin mit.“

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