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Bei Großbrand auf Hof in Wörgl: Bagger geriet in Stromleitung

Ein Feuerwehrmann konnte den Baggerfahrer kurz vor dem Aussteigen noch rechtzeitig warnen und somit verhindern, dass der Mann selbst in den Stromkreis gerät. Aufgrund des Zwischenfalls waren mehr als 1200 Haushalte im Raum Wörgl eine Zeit lang ohne Strom.

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Wörgl - Kurz nach 1 Uhr heulten am Freitag in Wörgl die Sirenen. Im Wirtschaftsgebäude eines Bauernhofes im Gießenweg war ein Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen bereits ein Heustadl sowie ein Teil des Wohnhauses im oberen Bereich in Vollbrand. Die Flammen konnten von den Feuerwehren zwar rasch unter Kontrolle gebracht und ein weiteres Übergreifen auf einen Freilaufstall verhindert, jedoch erst nach Stunden um 7.30 Uhr vollständig gelöscht werden.

Der Heustadl brannte zur Gänze aus, das Wohnhaus wurde erheblich beschädigt. Es entstand erheblicher Sachschaden in derzeit noch unbekannter Höhe.

Personen wurden nicht verletzt, auch Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Brandursache ist derzeit noch nicht bekannt, jedoch wurden Ermittlungen bereits eingeleitet.

Feuerwehrmann warnte Baggerfahrer

Im Zuge der Aufräumarbeiten kam es aber zu einem gefährlichen Zwischenfall. Für den Abriss eines Daches wurde von der Feuerwehr ein Bagger angefordert. Rund 200 Meter vor dem Bauernhof geriet der Lenker mit dem Fahrzeug in eine Stromleitung.

Der 38-Jährige war bereits dabei das Führerhaus zu verlassen - das wäre für ihn lebensgefährlich gewesen. Er konnte noch rechtzeitig von einem Kundler Feuerwehrmann durch laute Zurufe gewarnt werden. Er blieb daraufhin sitzen, bis der Strom abgeschaltet wurde. Rund 1200 Haushalte im Raum Wörgl waren vorübergehend ohne Strom. (TT.com)

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