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In der Schweiz nicht bedient: Oprah Winfrey als Rassismusopfer

Weil ihr in einer Züricher Edelboutique der angemessene Service verweigert wird, sieht sich Talkmasterin Oprah Winfrey als Rassismus-Opfer. Der Laden spricht von einem Missverständnis.

Oprah Winfrey wurde bereits öfter mit Rassismus konfrontiert, wie sie Moderator Larry King erzählt.

© X02844 Oprah Winfrey wurde bereits öfter mit Rassismus konfrontiert, wie sie Moderator Larry King erzählt.

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Berlin – US-Talkmasterin Oprah Winfrey (59) ist nach eigenen Angaben in der Schweiz ein Opfer von Rassismus geworden. Wie die Moderatorin in zwei TV-Interviews schilderte, wurde sie kürzlich in einem edlen Laden in Zürich nicht nach Wunsch bedient. Sie habe sich eine Handtasche näher ansehen wollen, doch die Verkäuferin habe sich geweigert, diese aus dem Regal zu holen.

„Die Frau sagte: „Nein, diese Tasche ist zu teuer, ich zeige Ihnen eine andere.“„, sagte Winfrey in der Talkshow von US-Moderator Larry King. Die dunkelhäutige Moderatorin war im Juli anlässlich der Hochzeit von Tina Turner in die Schweiz gereist.

Winfrey, deren Vermögen auf umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro geschätzt wird, habe zwei Mal nachgefragt, die gewünschte Tasche aber nicht bekommen. Daraufhin habe sie den Laden, dessen Namen sie nicht nannte, ohne zu protestieren verlassen. „Ich hätte auch einen Aufstand machen und meine schwarze Kreditkarte auf den Tisch knallen können“, sagte die 59-Jährige im Interview mit „Entertainment Tonight“ des TV-Senders CBS. Darauf habe sie aber verzichtet.

„Pretty Woman-Moment“ nicht umgesetzt

Eigentlich habe sie Lust auf einen „Pretty Woman-Moment“ gehabt, sagte sie in Anspielung auf eine Szene in dem Film mit Julia Roberts. „Ich wollte zurückgehen, alles kaufen und sagen „Großer Fehler“„, verriet sie in der Larry King-Show. Aber dann habe sie daran gedacht, dass die Verkäuferin Provision bekomme und es nicht getan. Die Schweizer Zeitung „Blick“ berichtet, die Inhaberin der Boutique habe sich für ihre Mitarbeiterin entschuldigt und von einem Missverständnis gesprochen. Die Tasche habe 35.000 Schweizer Franken (rund 28.000 Euro) gekostet und sich im Schaufenster hinter einer Sicherheitswand befunden. „Unsere Verkäuferin hat Frau Winfrey in die erste Etage eingeladen, um ihr ähnliche Taschen zu zeigen“, erklärte sie. Winfrey sei aber nicht mehr interessiert gewesen.

Kritik an Verhalten der Verkäuferin

Der Präsident der Vereinigung Züricher Bahnhofstrasse, Markus Hünig, bezeichnete das Verhalten der Verkäuferin als „absolut daneben“. Etwas Vergleichbares sei ihm noch nie zu Ohren gekommen, wird er auf der Online-Seite des Schweizer „Tagesanzeiger“ zitiert.

Auf Twitter hat die Geschichte Kritik und auch Spott über den Laden ausgelöst. „Ich wette, der Filialleiter war „begeistert“ als er herausfand, wen genau sie aus dem Laden haben gehen lassen.“ Vielen Usern erscheint auch unbegreiflich, dass die Verkäuferin die berühmte US-Moderatorin nicht erkannt habe: „Oh, da lebt einer aber unter einem Felsen...“ Auch US-Schauspielerin Mia Farrow wies auf dem Kurznachrichtendienst auf den Vorfall hin.

Ihren Shoppingbummel in Zürich hatte die 59-Jährige alleine unternommen - wie sie selbst sagt, in „kompletter Oprah Winfrey-Ausrüstung“, also in einem hübschen Kleid, allerdings ohne künstliche Wimpern. Im Laden habe man sie aber offenbar nicht erkannt, mutmaßte Winfrey im Interview. In der Schweiz werde ihre Show ganz offensichtlich nicht ausgestrahlt.(APA/dpa/sda)

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