Der Traum vom Finale lebt für die Wölfe von HIT
Handball Zahlen zum Halbfinale
HLA-Halbfinale: HIT medalp Tirol – UHK Krems : ( : ). Toptorschützen:
Hötting West. Stand (best-of-three): 0:1.
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Von Daniel Suckert
Innsbruck – Ein Pfiff, ein Schrei, und schon krümmte sich HIT-Torhüter Martin Kalischnig beim zweiten Halbfinalspiel vor Schmerzen am Parkettboden der Innsbrucker Hötting-West-Halle. Ein kleines Drama schien sich gestern für die Hausherren anzubahnen. Krems-Spieler Tobias Schopf entschuldigte sich betroffen beim Innsbrucker Schlussmann. Doch wenige Momente später torkelte Kalischnig, gestützt vom Physiotherapeuten, in Richtung Kabine. Verschobenes Kiefer, Klinikaufenthalt, sein Bruder Michael wurde ins kalte Wasser geworfen.
Dabei war bis zu diesem Zeitpunkt alles ganz nach den Vorstellungen der Tiroler gelaufen. Zwar erwischte die Truppe von Stefan Öhler einen schlechten Start, jedoch konnten Maximilian Hermann und Co. mit Fortdauer des Spiels ihre Nervosität ablegen. Beherzt kämpften sie sich in die Partie zurück. Und die verdiente 12:10-Halbzeitführung kommentierte HIT-Flügelspieler Pius Steiger treffend: „Wir können nur gewinnen.“
Mit diesem Wissen im Hinterkopf gingen die Mannen von HIT zunächst in die zweite Halbzeit und dann in die Verlängerung. Denn nach 60 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 22:22-Remis.
Und in dieser hektischen Phase drückten zwei HIT-Akteure dem Spiel ihren Stempel auf. Da war die Coolness in Person – HIT-Kapitän Christoph Walter. Der stand keine Sekunde auf dem Feld, aber wenn ein Sieben-Meter für die Wölfe anstand, schnappte er sich den Ball. Zehnmal musste Walter den schweren Gang zur Linie antreten – zehnmal zappelte der Ball im Netz der Kremser. „Es wäre schlecht, wenn ich beim Siebenmeter nachdenke“, nannte er sein Erfolgsrezept.
Und dann war da Michael Kalischnig, der jüngere Bruder des verletzten Martin, der seinen Bruder unfreiwillig zwischen den Pfosten vertreten musste. Der Schlussmann sah zunächst unglücklich aus, doch in der Verlängerung zeigte Kalischnig, was in ihm steckt. Das HIT-Rudel lag sich nach 70 Minuten jubelnd in den Armen, Trainer Stefan Öhler jubelte: „Das Nervenkostüm ist sehr angespannt, aber der Druck bleibt erhalten.“ Öhler dachte in der Stunde des 27:25-Siegs an den verletzten Martin Kalischnig, der am Samstag (20.20 Uhr) beim entscheidenden Spiel in Krems fehlt. Öhlers Favorit? „Wer sich besser erholt.“



