HCI muss Finanzloch stopfen
Von Manfred Mitterwachauer
Innsbruck – Am Aufstieg führt für den HCI kein Weg vorbei. Nach dem Scheitern der Italien-Pläne ist die Rückkehr in die Erste-Bank-Eishockey-Liga beschlossene Sache. Eine finanzielle Kraftanstrengung für Obmann Günther Hanschitz und Co. Ob das HCI-Führungsteam diese auch wird stemmen können, sei dahingestellt. Zumindest der Hauptsponsor, die Tiroler Wasserkraft (Tiwag), hat schon einmal klar deponiert, das Budget von 600.000 Euro nicht aufstocken zu wollen, die TT berichtete. Und auch der Vertrag wurde nur für ein Jahr verlängert.
Doch der HCI benötigt mehr. Und was liegt in so einem Fall näher, als die öffentliche Hand in Gestalt von Stadt und Land anzuzapfen? In beiden Fällen wurde die HCI-Führung in diesen Tagen vorstellig. Es geht um 311.000 Euro, die den Haien noch zur Ausfinanzierung des Aufstiegs in die erste Liga fehlen sollen.
Sowohl Thomas Carli (Grüne), Obmann des gemeinderätlichen Finanzausschusses in Innsbruck, als auch Landessportreferent LHStv. Hannes Gschwentner (SPÖ), bestätigten gestern die HCI-Wünsche. Stadt und Land sollen je die Hälfte der Kosten übernehmen. Erhöhte Reiseausgaben und dergleichen mehr soll Hanschitz mitunter als Grund für das Finanzloch angeführt haben.
Zumindest das Land will sich von den Haien nicht erneut das Geld aus der Nase ziehen lassen. Gschwentner sagt, er habe dafür kein Budget: „Von mir gibt es deshalb keine Zusage. Es steckt genug öffentliches und halböffentliches Geld in diesem Verein.“ Jedoch habe er Hanschitz versichert, dass die einst nach dem Abstieg in die Nationalliga erhöhten Landesgelder (130.000 € Infrastrukturbeitrag, sowie 30.000 € für Jugendarbeit) auch künftig nicht gekürzt würden.
In der Stadt könnte Hanschitz mehr Glück haben. Finanz- und Sportausschuss kommen am Montag zu einer außertourlichen Sitzung zusammen, um sich der kurzfristigen Sondersubvention zu widmen, wie Carli sagt: „Teure Legionäre werden wir sicher nicht finanzieren.“ Sollte das Geld aber in die Jugendarbeit fließen, schaue die Lage anders aus. Ein leises Ja zur Subvention dürfte in der Stadt somit möglich sein.
Hanschitz selbst betonte gestern gegenüber der TT, dass die Gespräche noch im Laufen seien.



