ÖWK-Team boulderte zum Sieg in der Nationenwertung
Boulder-Weltcup
Gesamtwertung: Damen: 1. Anna Stöhr (AUT) 425, 2. Akiyo Noguchi (JPN) 394, 3. Shauna Coxsey (GBR) 350, 4. Mina Markovic (SLO) 304, 5. Alex Puccio (USA) 245. Weiters: Katharina Saurwein 162. Herren: 1. Rustam Gelmanov (RUS) 400, 2. Kilian Fischhuber (AUT) 354, 3. Jakob Schubert (AUT) 318, 4. Dmitrii Sharafutdinov (RUS) 304, 5. Sean McColl (CAN) 281. Weiters: Lukas Ennemoser (AUT) 107. Nationenwertung: 1. Österreich 1307, 2. Russland 1198, 3. Frankreich 1145.
Von Ursula Pichler
München – Vor acht Jahren hat Kilian Fischhuber seinen ersten Sieg im Boulder-Weltcup gefeiert. Seit dem Jahre 2004 ist der in Tirol lebende Niederösterreicher in der Weltcup-Gesamtwertung nie schlechter als Zweiter gewesen. Insgesamt gehen fünf Gesamtsiege auf sein Konto. In der sich ständig weiterentwickelnden Sportart Bouldern ist es ein wahres Kunststück, sich so lange an den Topgriffen der Weltcupszene zu halten. Namhafte Athleten hat Fischhuber in dieser Zeit kommen und gehen sehen.
Sein zurzeit stärkster Konkurrent Rustam Gelmanov (RUS), der sich am Wochenende in München den Gesamtweltcupsieg 2012 sicherte, ist ganze fünf Jahre jünger als der mittlerweile 29-Jährige. Am Anfang dieser Saison hat sich Fischhuber erstmals bewusst gegen den Gesamtweltcup als großes Saisonziel entschieden. Auf die lange Reise nach China wollte er verzichten, trotzdem hat es letztlich für Platz zwei in der Gesamtwertung gereicht. „Man wird schließlich nicht jünger und mein Ziel ist die WM in Paris. Schauen, ob es heuer klappt“, meinte Fischhuber. Der WM-Titel ist der einzige, den der Heeressportler in seiner Sammlung noch vermisst.
Aber auch wenn Fischhuber in der kommenden Boulder-Saison noch ein bisschen kürzertreten will, hat er in den Reihen des österreichischen Wettkletterverbands (ÖWK) würdige Nachfolger. So konnte nicht nur Allround-Talent Jakob Schubert mit Platz drei zum Finale und in der Gesamtwertung ein deutliches Zeichen setzen. Auch Lukas Ennemoser rückt mit Platz 13 in der Gesamtwertung immer näher an die Spitze heran. „Mit fünf Athleten unter den Top 13 und dem Sieg in der Nationenwertung können wir mehr als zufrieden auf die Boulder-Weltcupsaison zurückblicken“, meinte Michael Schöpf vom österreichischen Verband. Bei den Damen hat sich neben Weltcup-Dominatorin Anna Stöhr auch Katharina Saurwein heuer wieder in eine konstante Form gebouldert und ist somit für die kommenden Events (Rockmaster und Kletter-WM) für eine Überraschung gut.



