24.09.2012
Eishockey

Nur weiter daran glauben

Trotz der besten Saisonleistung (O-Ton von Coach Danny Naud) unterlagen die Innsbrucker Haie in Znojmo (TCH) mit 3:5. Das Glück ist noch kein Haie-Faktor.

Von Alex Gruber

Innsbruck – Der Anfang prägt, aber nur das Ende haftet. Und da standen die Innsbrucker Haie gestern zum sechsten Mal in Serie in der Erste Bank Eishockeyliga als Verlierer da. Wieder einmal, wie schon in den drei Heimspielen gegen die Graz 99ers (2:3), Dornbirn (5:6 nach Verlängerung) und Rekordmeister KAC (2:3), waren Kapitän Patti Mössmer und Co. knapp am ersten Saisonsieg dran, aber wieder einmal blieb das heiß ersehnte Erfolgserlebnis in Form von zwei Punkten für den couragierten Aufsteiger aus – die berühmten Lehrjahre, die eben keine Herrenjahre sind.

Nach der denkwürdigen 0:9-Pleite im ersten Auswärtsmatch bei den Bullen aus Salzburg hatten die Innsbrucker Haie bereits bei der 1:4-Niederlage bei den Vienna Capitals Verbesserungspotenzial (zwei Drittel endeten unentschieden) in der Fremde signalisiert. In der Bundeshauptstadt war der Truppe von Danny Naud am Freitag aber ein verhaltenes Anfangsdrittel (0:3) zum Verhängnis geworden. Und gestern, zu Gast beim tschechischen Spitzenteam, passierte das in Form eines verpatzten Schlussabschnitts (0:3). Dabei spuckte die Matchstatistik 21:13-Treffer zugunsten der Innsbrucker aus, gesamt über 60 Minuten lagen die Haie mit 44:43 vorne.

Die Anzeigentafel hatte in Znojmo nach 40 Minuten auch noch Optimismus verbreitet, die jeweils ersten Saisontreffer von Michael Bartlett (PP) und Herbie Steiner (gleichzeitig erster Bundesliga-Treffer) sowie ein Powerplay-Treffer von Brian McGregor, der im dritten Spiel in Serie traf, hatten für eine 3:2-Führung gesorgt. Das heiß ersehnte Erfolgserlebnis schien zum Greifen nahe, zumal es einen echten Sitzer auf die 4:2-Führung gab, genauso wie Ausgleichschancen nach dem 3:4. Die Scheibe sprang aber wieder einmal nicht hinein.

„Es war mit Abstand die beste Saisonleistung. Die Jungs haben auch nach dem 3:4-Rückstand nicht aufgegeben. Die Entwicklung stimmt mich absolut positiv, wir nähern uns und es war einfach viel Pech dabei. Ich kann dem Team nichts vorwerfen“, meldete sich Headcoach Danny Naud aus Tschechien zu Wort.

Vor den beiden Heimspielen gegen Zagreb (Freitag) und Laibach (Sonntag) gilt es am Tabellenende den Glauben zu bewahren, dass in knappen Niederlagen gewinnbringende Kraft stecken kann. Der positiven Entwicklung fehlt noch das entsprechende Resultat. Es wäre den tapferen Haien mit viel Tiroler Eigenbau zu wünschen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 24.09.2012
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