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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 26.01.2013

FC Wacker

Nach der grauen Nullnummer nichts wie ab in den Süden

Das grenzüberschreitende Tiroler Fußball-Derby zwischen dem FC Wacker und dem FC Südtirol endete 0:0. Jetzt regiert die Vorfreude aufs Trainingslager in Side (TUR).

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Von Alex Gruber

Innsbruck – „Ich weiß nicht, ob ein Meisterschaftsspiel da angepfiffen worden wäre“, bezeichnete Wacker-Coach Roli Kirchler den glitschigen Rasen im Bozner Drusus-Stadion gestern als „grenzwertig“. So regierten mehr Kampf und Krampf. „Erkenntnisse im fußballerischen Bereich waren da nicht möglich“, hakte Kirchler den Test als Trainingseinheit ab.

Für den tunesischen Gastspieler Houcem Dibri, der eine Halbzeit im linken Mittelfeld zum Einsatz kam, war es unter diesen Bedingungen noch schwerer, sich zu präsentieren. Das allerletzte Engagement, sich unbedingt für ein Engagement bei den Innsbruckern aufdrängen zu wollen, hatte Kirchler aber auch schon in den Trainingssequenzen vermisst. „Er kann schon kicken. Aber es ist zu wenig, dass er uns gleich weiterhelfen würde. Außerdem würden wir ja dann unseren Weg verraten“, bleibt der Wacker-Coach seinem Credo treu, dass ein Legionär deutlich besser als ein Einheimischer sein müsse.

Goalie-Routinier Szabocls Safar erledigte im Anschluss an die reguläre Spielzeit beim Elfmeterschießen wieder einmal exzellent seinen Job und hielt gleich drei Strafstöße des italienischen Drittligisten. So fielen die Fehlversuche von Sebastian Siller und Thomas Löffler nicht ins Gewicht. Wacker verließ als 4:3-Sieger vom Elferpunkt den Rasen. Die Hauptsache war, dass sich keiner wehgetan hat.

Am trainingsfreien Sonntag werden heute die Koffer für das Trainingslager in Side gepackt. 26 Spieler (23+3/Goalies) machen die Reise am Montag mit, Amateure-Kapitän Samuel Krismer kommt nach der Knieverletzung von Marco Köfler in den Genuss eines Trainingslagers mit den Profis. Jetzt wartet an der türkischen Riviera der (sonnige) Feinschliff.

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