Archiv

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 20.07.2013

Wacker will positiven Start: Sehen, fühlen, vertrauen und siegen

Mit der Kraft des Klassenerhalts hat der FC Wacker heute (16.30 Uhr) gegen Sturm einen positiven Saisonstart im Visier.

drucken

Von Alex Gruber

Innsbruck – Reden ist Silber, Bilder sind Gold. Also stimmt Roland Kirchler seine Mannen noch einmal mit einem emotionalen „Blockbuster“ ein. Nämlich mit einem Video-Zusammenschnitt jener Szenen, die beim 2:1-Heimsieg gegen Sturm und der legendären Aufholjagd in Wolfsberg (von 0:2 auf 3:2) in letzter Sekunde doch noch den heilsbringenden Klassenerhalt brachten. „Das ist wohl die allergrößte Motivation. Da muss ich nicht mehr viel sprechen“, setzt Kirchler vor der Besprechung im Teamhotel Leipziger Hof auf einen wahren Motivationsschub. Was aus Wacker bei einem Abstieg geworden wäre – daran will dieser Tage niemand denken.

Es weht auch heute wieder Bundesliga-Luft am Innsbrucker Tivoli. Und dass die Leute den schwarz-grünen Kraftakt zum Klassenerhalt honoriert haben, führt auch Speerspitze Roman Wallner aus: „Die Leute begegnen uns auch in der Stadt positiv, sprechen einen an. Das war zu jener Zeit, als ich gekommen bin, nicht so. Jetzt liegt es an uns, diese Aufbruchsstimmung zu nützen.“

Während in der abgelaufenen Saison jede Partie ein Endspiel war, schlägt heute für Wacker als auch für das neue Sturm-Ensemble die Stunde null. Ein Hauch von Ungewissheit schwingt mit, wo man selbst bzw. auch der Gegner zum Auftakt steht. „Vielleicht können wir ohne den Abstiegsdruck noch freier aufspielen“, sagt Wallner, dem nur noch zwei Treffer auf die 100er-Marke in der Bundesliga fehlen: „Wenn wir gut arbeiten und spielen, kommt das von alleine.“

Wacker will die kommenden Gegner anbohren, den Ball schnell (zurück-)erobern und sich den Ruf erarbeiten, ein verdammt „lästiger Haufen“ zu sein. In puncto Aufstellung wird die Cupformation (Schober; Bergmann, Siller, Vucur, Hauser; Kofler; Schütz, Hinterseer, Milosevic, Wernitznig; Wallner) mit Sicherheit nur im Tor (Szabolcs Safar) und eventuell am linken Flügel (evtl. Schilling für Hauser) verändert. Inklusive Abos waren schon am Freitag knapp 4000 Karten weg. Ein guter Wert. Die Leidenschaft am Rasen soll spürbar sein, „Gemma Wacker schau’n“ wieder ein echter Slogan werden.

drucken