Filmreife Vorstellung im Pulverschnee
Innsbruck – Abenteuer, Sport, Natur und das Gefühl von Freiheit: Die Faszination Free- riden – Skifahren und Snowboarden abseits präparierter und kontrollierter Pisten – erlebt seit einigen Jahren einen außergewöhnlichen Boom. Um diese Faszination auch mit anderen teilen zu können, halten immer mehr Free- rider ihre Erlebnisse mit der Kamera fest.
Spektakuläres Filmmaterial von 14 Abenteuern gibt es für Schneesport-Fans am 7. und 8. Dezember beim ersten Free- ride-Festival in Innsbruck im Leokino zu sehen. In „Path of Roses“ am 7. Dezember machen sich z.B. Eva Walkner aus Kuchl und Katharina Schuler aus St. Anton am Arlberg auf den Weg nach Kashmir in den Himalaya. Am 8. Dezember lässt sich in „Soultrip Argentinia“ der Vorarlberger Martin „McFly“ Winkler von den tief verschneiten Vulkanen Argentiniens in den Bann ziehen. Und in „Hike3“ von Harry Putz und Stefan Tauber sind einige der besten Freerider in Norwegen unterwegs.
Den Abschluss des Festivals bildet der Film „Heimvorteil“ – ein Streifen, der in 16 Minuten zeigt, dass die Tiroler Berge in guten Wintern mit den besten Pulverschneegebieten der Welt mithalten können. Für ihr zweijähriges Erstlingswerk waren die Tiroler Studenten – Skifahrer Daniel Regensburger, Telemarker Michael Trojer und Snowboarder Alexander Hoffmann – mit den Kameramännern Patrick Huter und Simon Platzer am Stubaier Gletscher, im Kühtai und in Hochgurgl unterwegs.
„Wir haben bereits öfters Web-Episoden gedreht und so den Zugang zum Filmen bekommen“, erzählt der 26-jährige Regensburger aus Innsbruck. Das erste Jahr sei eine reine Lernphase gewesen, denn die Natur ist nicht planbar. Wetter, Sonnenverlauf, Schneeverhältnisse und Lawinensicherheit mussten genau kalkuliert werden.
Trotz kleines Budgets und zweier schlechter Winter sei aber schlussendlich ein Film entstanden, der beim Publikum gut ankommt und der die Jungs zum Weitermachen animiert. Das nächste größere Projekt ist daher bereits in Planung. Und wieder dreht sich alles um Tirol. Schließlich liegt das Beste manchmal vor der eigenen Haustür. (nic)





