Olympiasiegerin Yu-Na Kim erweist Innsbruck die Ehre
Innsbruck – Eine olympische Goldmedaille ist das Größte, das ein Sportler erreichen kann. So lautet der einhellige Tenor in der Welt der Meter, Punkte und Sekunden. Wenn Olympiasiegerin Yu-Na Kim ihre Geschichte erzählt, dann relativiert sich diese Ansicht.
2010 in Vancouver holte die Koreanerin den Sieg. Ein Erfolg, der alles verändern sollte - doch das Gegenteil passierte. „Ich dachte, eine olympische Goldmedaille würde mein Leben verändern, aber nachdem ich die Medaille gewonnen hatte, veränderte sich gar nichts. Ich empfand sogar eine Art Leere“, erzählt die 21-Jährige offenherzig. „Ich habe nach Olympia noch an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen (Anm. zwei Mal Silber), aber es war sehr schwer, mich auf das Training und den Wettkampf zu konzentrieren.“
Deshalb hängte Kim die Eislaufschuhe vorerst an den Nagel. Wann und ob sie wieder in ihren Sport zurückkehrt, kann niemand genau sagen und auch die Olympiasiegerin will sich nicht festlegen. „Ich habe vor zwei Jahren mein größtes Ziel erreicht, deshalb muss ich jetzt verstärkt an meinen Zukunftsplänen arbeiten“, will sich die junge Eisprinzessin nicht einfach treiben lassen. Derzeit fungiert sie als Botschafterin für die Jugend-Olympischen Spiele in Innsbruck. Zudem arbeitet Kim noch als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen, Botschafterin der Special Olympics sowie Botschafterin der Paralympischen Spiele.
Die jungen Sportler bei der YOG 2012 will Kim inspirieren und hat zudem auch ein paar Tipps parat: „Geht einfach zum Wettkampf, vergesst eure Mitstreiterinnen und Mitstreiter und gebt euer Bestes.“ (tt.com)
aktualisiert: Mi, 18.01.2012 17:31



