06.07.2012
Eishockey

Haie demonstrieren Biss: Fitness ist oberstes Gebot

Ohne Schweiß kein Preis. In Vorbereitung auf das Comeback in der Erste Bank Eishockeyliga legen sich die HCI-Cracks so richtig ins Zeug.
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Formel 1 Programm

Programm, Silverstone: Freies Training (15.30 Uhr, live); Qualifying (13.55 Uhr, live); Rennen (14 Uhr, live, alles ORF eins).

Fahrer-Wertung: 1. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 111, 2. Mark Webber (AUS) Red Bull 91, 3. Lewis Hamilton (GBR) McLaren 88, 4. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 85, 5. Nico Rosberg GER Mercedes 75, 6. Kimi Räikkönen (FIN) Lotus 73.

Von Alex Gruber

Innsbruck – Wer‘s nicht besser wissen konnte, hätte gut und gerne glauben können, dass da einige Wildgewordene gestern am frühen Morgen auf der IEV-Tennisanlage auf den Spuren von „Rocky“ Sylvester Stallone wandeln und an einer Fortsetzung drehen. Denn wer bitte definiert 80 Kilogramm schwere Traktorreifen und Lkw-Reifen (ca. 40 kg) um 7.30 Uhr zu perfekten Trainingsgeräten um?

HCI-Kondi-Coach Marco Förster ist immer wieder für eine Überraschung zu haben. Nach bestandener Trainerprüfung ist auch ein fachgerechter Dialog mit Florian Stern willkommen. Der Verteidiger schwitzte Seite an Seite mit Alex Höller, der sich noch ohne Einigung mit HCI-Obmann Günther Hanschitz nicht ins Kameralicht bewegen wollte. „Trainieren musst du immer“, nickte er kurz.

Das zweite Gespann beim „fröhlichen“ Reifenziehen bildeten Kapitän Patti Mössmer und Florian Pedevilla. „Der ist ein Tier“, sagt Förster. „Ein richtiger Athlet“, verneigt sich auch Mössmer vor dem Kraftpaket. „Fitness ist das Wichtigste. Es ist quasi die letzte Chance, sich in Liga eins noch zu beweisen“, muss man bei Pedevilla (Kampfgewicht 93,5 kg) nicht lange nach der Trainingsmotivation suchen. Der Verteidiger stellte auch seine Ernährung um, greift mehr zu eiweißreicher Kost (Fisch, Pute) und bereitete sich auch im Boxcenter der Weinold-Brüder in den vergangenen Wochen auf die Herausforderung Erste Bank Eishockeyliga vor: „Oben musst du schnell sein.“ In Händen und Beinen.

„Ich bin ein komplett anderer Typ, brauche am Oberkörper ein bisschen mehr. Im Laufe einer Saison verliere ich sowieso wieder fünf bis sechs Kilo“, spult Mössmer sein Programm mit Routine herunter. „Die Vorbereitung ist für mich annähernd gleich wie in der Nationalliga. Im Hinterkopf spornt die Rückkehr in Liga eins aber natürlich noch mehr an. Und für einen Aufsteiger wie uns ist ein konditionelles Topniveau die Grundvoraussetzung.“ Dann müsse man nach einem verlorenen Spiel zumindest nicht über die Fitness diskutieren.

„Wir bewegen uns seit Wochen am Anschlag, müssen aber auch die totale Fitness erreichen. Es ist aber auch irgendwie geil, beim Training zu leiden, wenn man weiß, dass man wieder oben mitspielen kann“, erzeugt der tägliche Kampf gegen den inneren Schweinehund bei Florian Stern eine ausnahmslos positive Reibung. Zumal auch er zu seinem Stammklub zurückkehrte, um wieder Teil der Erste Bank Eishockeyliga zu sein: „Das war unser Ziel. Und jetzt kann sich jeder selbst beweisen, ob er in der Ersten Liga mithalten kann.“

Ein Blick auf die vier gestählten Körper und in die verschwitzten Gesichter zeigt, dass es da ein paar noch einmal richtig wissen wollen. Qualität kommt – man schlage nach bei „Fußball-Schleifer“ Felix Magath – schließlich auch von Qual. Und der Aufsteiger muss bei der Oberhaus-Rückkehr ja mit Leidensfähigkeit glänzen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Fr, 06.07.2012
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