Gaddafi-Tod - Bossi fordert Abschiebung libyscher Flüchtlinge Utl.: „Jetzt müssen wir sie nach Hause zurückschicken“
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Rom (APA) - Die italienische Regierungspartei Lega Nord reagiert auf die Nachricht zum Tod von Libyens Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi mit der Forderung, die in den vergangenen Monaten in Italien eingetroffenen libyschen Migranten abzuschieben. „Jetzt müssen wir die libyschen Einwanderer nach Hause zurückschicken“, kommentierte der Chef der Lega Nord, Umberto Bossi, nach Medienangaben vom Donnerstag.
Seit Jahresbeginn sind rund 61.000 Migranten in Italien angekommen, die meisten aus Tunesien und Libyen. Seit Jahresbeginn wurden 16.000 Migranten abgeschoben. Außenminister Franco Frattini hatte Gaddafi in den vergangenen Monaten wiederholt beschuldigt, Drahtzieher der massiven Migrationswelle in Richtung Süditalien zu sein.
„Wir haben Beweise, dass Gaddafi Befehle gab, um Lampedusa zur Hölle zu machen“, betonte Italiens Außenminister Franco Frattini kürzlich. Gaddafi habe seinen Vertrauensleuten befohlen, tausende Flüchtlinge per Boot nach Lampedusa zu schicken, um die süditalienische Insel ins Chaos zu stürzen. Gaddafi habe Menschenrechtsverbrechen verübt, indem er Massen von Verzweifelten mit Booten zum Tod im Mittelmeer verurteilt habe. (Schluss) mit/ed
APA653 2011-10-20/18:04





