„Jetzt kann man nicht mehr alle Jahre die Linie wechseln“
Von Peter Nindler und Miriam Sulaiman
Innsbruck – Für Verkehrsministerin Doris Bures (SP) gibt es nichts mehr zu rütteln. „Neben den politischen Beschlüssen erfolgt jetzt auch die Freigabe der notwendigen Investitionsmittel für die Realisierung des Basistunnels.“ Könnte es in einigen Monaten wie so oft in der Geschichte des Brennerbasistunnels erneut zum Schwenk kommen? „Nein“, sagt Bures im Gespräch mit der TT. „Ich habe erreicht, dass man nicht alle Jahre wieder die Linie wechseln kann.“ Der österreichische Finanzierungsanteil in Höhe von rund fünf Milliarden Euro abzüglich der EU-Förderung sei gesichert. „Letztlich hoffen wir, dass die EU auch nach 2014 weitere Förderungen gewährt. Schließlich ist der Brennerbasistunnel ein europäisches Projekt.“
Die Erkundungsphase inklusive der Vorbereitungsarbeiten werde laut Bures bis 2016 dauern, „sie sollen gewährleisten, dass wir keine Überraschungen erleben“. 2016 erfolge dann der Bau des Hauptstollens. Ab heute gilt es für Bures, „Tag für Tag für die Verlagerung zu kämpfen. Das habe ich mit Tirols LH Günther Platter so ausgemacht.“ Das „Weißbuch Verkehr“ der EU-Kommission ist noch nicht ganz das, was sich Bures wünschen würde. „Aber zumindest werden erstmals die vom Schwerverkehr verursachten externen Kosten auch angerechnet. Zudem wird die Schiene deutlich hervorgestrichen. Von einer Kostenwahrheit auf der Straße sind wir aber noch weit entfernt.“ Eine Reduktion der Co2-Emissionen im Verkehr um 60 Prozent müsse das Ziel sein.
Für LH Platter (VP) sind alle Unklarheiten ausgeräumt. Natürlich werde jetzt verstärkt an den Rahmenbedingungen für die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene gearbeitet. Und LHStv. Hannes Gschwentner freut sich, dass es in zehn bis 15 Jahren zu einer massiven Entlastung der Bevölkerung im Wipptal kommt. Mit der Fertigstellung des Tunnels wird zwischen 2025 und 2026 gerechnet.
(Kürzel)





