AK fusioniert ihr Zentrum für Zukunft
Von Miriam Sulaiman
Innsbruck – Zurück zu den Wurzeln – so lautet die Devise, die die Arbeiterkammer für das Zukunftszentrum ausgibt. Die Grundidee seien die Themen Arbeit und Qualifikation für das Zentrum gewesen. Nun geht es dahin zurück. „Wir richten das Zukunftszentrum neu aus, hin zu einem Bildungsentwickler. Deshalb werden wir es mit dem BFI fusionieren“, erklärt AK-Chef Erwin Zangerl aufgrund der gestrigen Vollversammlung.
Damit wären Entwicklung und Ausführung der Bildungsthemen unter einem Dach. Das vorhandene Potenzial könnte damit auch besser genützt werden und anwendungsorientiert verlaufen, freut sich Zangerl. Alles läuft unter dem Arbeitstitel „Bildungsinnovation“. Die Mitarbeiter würden alle übernommen. Die rechtliche Abwicklung stehe vor der Klärung. Und die Räumlichkeiten in der Universitätsstraße werden verkauft. „Das Land Tirol übernimmt diese zu einem Betrag von 3,814 Mio. €. Wir haben die Flächen selbst um 2,3 Mio. € angekauft. Das Land kann damit den Raumbedarf für das MCI decken“, erklärt Zangerl weiter.
Die Gelder werden dazu verwendet, um das Bildungshaus Seehof zu renovieren und auszubauen. Insgesamt weist die AK im Rechnungsabschluss ein Plus von 2,6 Mio. € auf. Damit würden zusätzliche beschäftigungsrelevante Maßnahmen finanziert und Rücklagen geschaffen. „Diese brauchen wir, wenn es hart auf hart geht. Im Notfall brauchen wir genügend Geld, um für die Leistungsträger Hosenträger zu kaufen, damit sie ihre Hosen nicht verlieren“, fügt Zangerl hinzu.
Die Gesamteinnahmen betrugen im Vorjahr 32 Mio. €. Rund 86 Prozent der Mittel seien direkt oder indirekt an die Mitglieder zurückgeflossen. An Förderungen wurden rund 4 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Berater führten mehr als 310.000 Beratungen durch. 18 Millionen Euro wurden dabei für die Mitglieder erkämpft, betont der AK-Präsident.
Übrigens suchte fast jeder zweite Ratsuchende über die Bezirkskammern Hilfe. Damit habe sich für Zangerl gezeigt, dass es richtig gewesen sei, die Kammer nicht zu zentralisieren, sondern weiter auszubauen und 14 weitere Juristen anzustellen. Der Bedarf der Arbeitnehmer an Beratung steige aber laufend weiter.





