Venet: Investitionspaket um eine Million Euro geschnürt
![]()
Bei der Venet-Bergstation sollen 100 „Low-Budget-Schlafstellen“ entstehen. So könnte der Seilbahnbetrieb eine schwarze Null schreiben. Foto: Wenzel
Foto: REDAKTION
|
||
Von Helmut Wenzel
Landeck, Zams – Nicht nur Touristiker der Region haben massives Interesse, dass der Betrieb der Venet Bergbahnen AG ganzjährig weiterläuft. Der TVB Tirol West hat im Dezember einen zusätzlichen Beitrag von 40.000 Euro jährlich in Aussicht gestellt.
Auch mehrere heimische Handels- und Gewerbebetriebe wollen einen nachhaltigen Impuls für die wirtschaftliche Genesung des Dauerpatienten Venetbahn setzen. Das Angebot einer Firmengruppe mit Namen wie Bouvier, Lenhart, Grissemann, Elektro Müller und Goidinger ist sensationell: Man will kräftig in die Infrastruktur am Venet investieren. Rund um die Bergstation sollen 100 „Low-Budget-Schlafstellen“ gebaut werden. Tausende E5-Wanderer würden diese Quartiere nutzen. „Aber auch diverse Seminare, Ausbildungskurse oder Workshops wären ganzjährig möglich“, erläutert der Zammer Unternehmer Karl Lenhart, „damit verknüpft sind steigende Umsätze für die Venetbahn, für das Pano-rama-Restaurant und auch für diverse Skihütten.“
Um die Pläne zu realisieren, erklärt sich die Gruppe bereit, ein Investitionspaket im Volumen von einer Million Euro zu initiieren. Die Umsätze bzw. Erträge werden zur Gänze der Venet Bergbahnen AG zur Verfügung gestellt. „Mit den juristischen und steuerrechtlichen Details befassen sich unsere Anwälte, die das Projekt ebenfalls unterstützen“, betont Lenhart.
Bisher hat das Seilbahnunternehmen 1,2 bis 1,3 Millionen Euro Jahresumsatz gemacht. Experten und auch die Venet-Vorstände wissen, dass das viel zu wenig ist, um bei den hohen Fixkosten eine schwarze Null zu schreiben. Allein der Lohnkostenanteil soll bei 900.000 Euro liegen. Die Initiatoren erwarten sich eine Umsatzsteigerung der Venet Bergbahnen AG auf bis zu zwei Millionen Euro.
„Wir sind startklar. Sobald die Genehmigungen am Tisch liegen, eröffnen wir die Baustelle“, erklären Thomas Walser, Michael Goidinger und Erwin Bouvier. Letzterer betont: „Die Gruppe sieht es als Verpflichtung, einen Beitrag zur Zukunftsvorsorge für unsere Jugend zu leisten.“ Einzige Voraussetzung für das Projekt sind positive Beschlüsse heute Mittwoch ab 19 Uhr in den Gemeindeparlamenten von Landeck und Zams.





