08.02.2012
Tirol

Werbetafeln stehen ständig im Visier der Behörden

Nicht nur im Bezirk Schwaz müssen nicht genehmigte Werbetafeln, die Autofahrer ablenken könnten, abmontiert werden.

Innsbruck – Die Werbetafeln hängen, um gesehen zu werden. Die Bezirkshauptmannschaft Schwaz sah das entlang von Straßen allerdings anders und schickte einigen Zillertaler Fußballklubs einen Bescheid, die nicht genehmigten Tafeln abzuhängen. Kein Einzelfall, denn in ganz Tirol werden Tafeln aufgehängt, angezeigt und abmontiert.

Im Bezirk Kufstein halten sich die Werbetafeln entlang der Straßen in Grenzen. Nur selten – so erklärt der Zuständige an der Bezirkshauptmannschaft – würden Tafeln innerhalb der verbotenen Zone aufgestellt. In diesem Fall genüge meist ein Schreiben und die Tafel werde wieder entfernt.

Kitzbühels Bezirkshauptmann Michael Berger weiß von einer Aktion scharf gegen die Werbetafeln nichts. „Wir reagieren hier meist auf Anzeigen von der Bergwacht oder von Privatpersonen“, erklärt Berger. Wenn im Zuge des Außendienstes dann auch noch weitere Werbetafeln auffallen, werden auch diese behandelt. Es gibt im Bezirk keine Statistik, dennoch schätzt Berger, dass es so an die 30 Fälle im Jahr sind. Vor allem um die Hahnenkammwoche ist ein erhöhtes Werbeaufkommen entlang der Zufahrtsstraßen nach Kitzbühel zu verzeichnen.

Im Bezirk Innsbruck-Land gibt es derzeit laut BHStv. Wolfgang Nairz keine Schwerpunktaktion bezüglich nicht genehmigter Werbeschilder im Freiland und es sei auch nichts geplant. Derartige Verfahren laufen aber dauernd, wenn es entweder Anzeigen von Dritten, Meldungen durch die Bergwacht oder Wahrnehmungen von BH-Mitarbeitern bei Außenterminen gebe.

Ähnlich stellt sich die Situation in Imst dar. „Derzeit liegt uns kein aktiver Auftrag vor, die Werbeeinrichtungen an Sportplätzen zu kontrollieren“, sagt Andreas Nagele, stellvertretender Bezirkshauptmann und für die Sicherheit zuständig. Sollte es allerdings Thema in ganz Tirol werden, „wird sich der Bezirk Imst dem natürlich nicht verschließen“, fügt Nagele an. Er geht davon aus, dass die Werbeeinrichtungen vorwiegend ins Innere der Sportstadien gerichtet sind und deshalb wenig Ablenkwirkung auf die Autofahrer haben. „Ist dem nicht so, greift das Gesetz natürlich“, macht Nagele deutlich.

Die Lienzer Bezirkshauptfrau Olga Reisner spricht nicht von einer „Aktion scharf“, doch die BH mache von sich aus einen Themenschwerpunkt. „Wir haben alle Gemeinden und Tourismusverbände angeschrieben und auf die Rechtslage hingewiesen.“ Anschließend wurde nach Werbeeinrichtungen gesucht; auch Personen und Bewohner wurden auf Bewilligungsverfahren hingewiesen. „Mehr Aufklärung als Aktion scharf.“ (TT)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 08.02.2012
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