08.02.2012, 10:24  Aktualisiert: 08.02.2012, 19:12 
Innsbruck

Prozess um Mordversuch: Zeuge konnte sich Anreise nicht leisten

Der Prozess um einen Mordversuch unter portugisischen Arbeitern wurde vertagt.
Foto: Jan Hetfleisch

Innsbruck – Mit zwei von etlichen geladenen Zeugen setzte sich am Dienstag ein Prozess wegen Mordversuchs am Innsbrucker Landesgericht fort. Die zwei Zeugen halten sich noch in Österreich auf , im Gegensatz zu den übrigen portugisischen Arbeitern. Trotz einer Vorladung war kein weiterer Zeuge erschienen. Verteidiger Hubert Stanglechner erreichte einen der Arbeiter am Telefon. „Ich habe kein Geld um von Portugal nach Österreich zu reisen“, begründete der Arbeiter seine Abwesenheit.

Der Prozess setzte sich fort, wie er begann: Den Zeugen fehlten klare Erinnerungen.

Am Mittwochvormittag wird den Geschworenen das Video der Tatrekonstruktion vom Gasthaus in Hatting bis zu den Unterkünften der Arbeiter gezeigt.

Der Prozess wird danach mit großer Wahrscheinlichkeit vertagt, da Verteidiger Stanglechner auf die Aussagen der Zeugen, die sich derzeit in Portugal befinden, weiterhin besteht. Mit einer geplanten Videokonferenz mit Hilfe eines portugisischen Gerichts zur Vernehmung der Zeugen soll der Prozess im April fortsetzen werden. (tt.com)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 08.02.2012  10:24
aktualisiert: Mi, 08.02.2012  19:12
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