Ruf nach einheitlichen Öffi-Tarifen
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Anton Steixner (Landesrat): „Zu viele oder zu wenige Fahrgäste - wofür soll ich nun verantwortlich sein.“
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Von Anita Heubacher
Innsbruck – Landesrat Anton Steixner möge endlich Gas geben und dafür sorgen, dass Innsbruck mit seinen Verkehrsbetrieben keine Extratour fährt. Das Ergebnis dieses Wunsches von Bürgerklub-Chef Fritz Gurgiser: „Ein einheitlicher Tarif und ein Verkehrsverbund, der seinem Namen gerecht würde.“
„Man kann Innsbruck nicht vorhalten, dass es die Preise für seine Straßenbahn selbst bestimmen will“, konterte Steixner. Er als Landespolitiker könne da nichts anschaffen. „Aber Druck ausüben“, hielt Gurgiser entgegen.
Tatsächlich ist uns Südtirol voraus. Dort wird Mitte Februar der Südtirol Pass installiert. Bus- und Bahn werden dann mit einem Ticket und mit einheitlichen Preisen abgerechnet. Vielfahrer werden belohnt, ab 20.000 Kilometer fährt man überhaupt gratis.
Das würde das Budget des Landes sprengen. Südtirol steckt 130 Millionen Euro in die Öffis, in Nord- und Osttirol sind es rund 80 Millionen Euro, die investiert werden. Südtirol fährt nur 16,4 Prozent seiner Investition wieder ein. In Nordtirol sind es laut Steixner 41 Prozent. „Jedes eine Prozent kostet eine Million Euro.“ Und Steixner würde Gas geben, „mit Freude setze ich das um, wenn ich das Geld bekomme“.
Das man sich das Südtiroler Modell nicht leisten könne, sieht auch der Klubobmann der Grünen, Georg Willi, ein. „Ein gutes Tarifsystem wäre aber ein Anreiz auf Bus und Bahn umzusteigen“, meinte er. Die Preisgestaltung sei beim Jahres- oder Monatsticket gut. „Einzelfahrten sind aber zu teuer.“ Dies seien Gründe, warum die Busse außerhalb der Stoßzeiten leer seien.
Vom Gegenteil, nämlich von überfüllten Zügen, berichtete der Klubobmann der Liste Fritz, Bernhard Ernst. „Die Tarife sind zu hoch, viele Fahrgäste ergattern keinen Platz.“ Das wiederum sorgte für Kopfschütteln bei Steixner. „Ich hab‘ noch nie gehört, dass jemand am Dach hocken muss.“ „Zu viele oder zu wenig Fahrgäste, wofür soll ich nun verantwortlich sein?“, fragte er die Abgeordneten.
aktualisiert: Mi, 08.02.2012 16:59





