10.02.2012
Tirol

Kälte macht keine Ferien: Autoclubs erwarten Chaos

Zurück in die Heimat: Das Ende der Semesterferien in Wien und Niederösterreich beschert Tirols Pannenhelfern viel Arbeit.
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Ferien – Auf der Piste lauert die Gefahr

67 Prozent der Skiunfälle ereignen sich laut Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit am Nachmittag infolge aufkommender Müdigkeit, mangelnder Konzentration und Kraftlosigkeit.

93 Prozent aller Wintersportunfälle sind Alleinunfälle. Dennoch schätzen Skifahrer selbst die Gefahren durch Schlechtwetter und schwierige Pisten laut Untersuchung höher ein.

15.600 Wintersportunfälle werden laut Experten am Ende der Saison in Tirol zu verzeichnen sein.

98 Prozent der Unter-Sieben-Jährigen sind auf den Skipisten mit Schutzhelm unterwegs.

Hauptursachen für Wintersportunfälle sind Selbstüberschätzung und mangelnde körperliche Fitness.

Von Katharina Zierl

Innsbruck – Der Schlüssel für eine problemlose Heimreise liegt in einem frühzeitigen Auto-Check. „Viele Urlauber haben das Fahrzeug jetzt eine Woche lang nicht in Betrieb genommen. Vor der Fahrt zurück können sie eine böse Überraschung erleben, wenn das Auto nicht startet“, warnt Helmuth Werth, Chef des ARBÖ­ Tirol. Es sei ratsam, „zeitgerecht“ zu checken, ob das Fahrzeug noch anspringt.

Eine böse Überraschung erwartet beim Fehlstart nach Hause aber nicht nur die betroffenen Autofahrer, sondern auch die Autoclubs. „Wir rechnen jetzt, wo die Semesterferien für die Wiener und Niederösterreicher zu Ende gehen und die Rückreise startet, mit einem erneuten Ansturm auf den Pannendienst“, erklärt Werth.

Eine Entspannung der frostigen Lage ist derzeit nicht in Sicht. Es bleibt klirrend kalt. „Die Temperaturen sind weiterhin deutlich unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt, für Samstag- und Sonntagnacht wird wieder besonders strenger Frost erwartet“, prognostiziert Andreas Brömser vom Wetterdienst Ubimet.

Während die einen sich auf die Rückreise vorbereiten, stehen Tirols Familien kurz vor den Semesterferien in den Startlöchern. Skifahren steht auf der Liste der geplanten Freizeitaktivitäten weit oben. „Auch heuer werden wieder viele ihre Ferien anstatt auf der Piste im Krankenhaus verbringen“, sagt Norbert Blaha, Leiter der Landesstelle Tirol des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).

Mehr als 15.600 Ski- und Snowboardunfälle werden voraussichtlich am Ende der Wintersaison in Tirol zu verzeichnen sein. „Nicht schlechte Pistenabsicherung oder gewaltige Lawinen sind der Grund für die vielen Opfer, sondern die Skifahrer und Snowboarder selbst“, erklärt der KFV-Leiter. 93 Prozent aller Wintersportunfälle seien Alleinunfälle ohne Fremdverschulden. „Die häufigsten Gründe sind Selbstüberschätzung und mangelnde körperliche Fitness“, betont Blaha.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Fr, 10.02.2012
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