15.02.2012
Osttirol

Leitstellen-Schließung sorgt für Unmut

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Von Catharina Oblasser

Lienz, Innsbruck – Am 27. April soll die Rotkreuz-Leitstelle Lienz ihre Funktion an die Zentrale in Innsbruck verlieren. Darüber empören sich nicht nur der FP-Abgeordnete Gerald Hauser, sondern auch Andreas Köll (VP) und Elisabeth Blanik (SP). Für die Liste Fritz sind das „Krokodilstränen, die sich die beiden Landtagsabgeordneten sparen können“. Schließlich hätten SPÖ und ÖVP das neue Rettungsgesetz im Landtag mitbeschlossen, ärgert sich Klubobmann Bernhard Ernst. Er hält Blanik und Köll vor, in Lienz über das Ende der eigenen Leitstelle zu lamentieren, aber in Innsbruck genau dafür die Hand zum Beschluss aufzuheben. „Erst kürzlich, beim Schemenlauf in Imst, hat sich die Absurdität einer zentralen Leitstelle für ganz Tirol gezeigt“, setzt Ernst nach. Auch die Grünen kritisieren ÖVP und SPÖ. Beide Parteien und somit auch Blanik und Köll hätten dem Rettungsgesetz zugestimmt, und darin stehe explizit, dass die Leitstelle Lienz geschlossen wird. „Wenn die beiden jetzt empört sind, ist das unglaubwürdig“, so Gebi Mair.

Kein Verständnis für die Aufregung hat Martin Eberharter, Geschäftsführer der Leitstelle Tirol in Innsbruck. „Das Rote Kreuz war von Anfang an in die Verhandlungen eingebunden. Die Schließung der Leitstelle ist nur die logische Folge der mit dem Vertrag verbundenen Vereinbarung.“ (TT)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 15.02.2012
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