Viel mehr Arbeitslose in Tirol
![]() Foto: TT / Thomas Boehm
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Österreichs Arbeitsmarkt im Februar 2012
Innsbruck – Seit Wochen schwelt der Streit um die im Zuge des Sparpakets geplanten Strafzahlungen. Die sehen vor, dass Arbeitgeber 110 Euro je gekündigten Mitarbeiter an das AMS zahlen. Die Strafen sollen Unternehmen davon abhalten, ihre Mitarbeiter vorübergehend „stempeln“ zu schicken, um zwischenzeitlich die Personalkosten dem Steuerzahler aufzubürden, so die Befürworter der Strafen.
Die jüngste Arbeitslosenstatistik gibt ihnen neue Nahrung. Insgesamt waren Ende Februar in Tirol inklusive den Schulungsteilnehmern genau 21.596 Tiroler ohne Job (Arbeitslosenquote: 5,8 %). Davon waren beim AMS 19.277 als arbeitslos vorgemerkt, das sind 1517 Personen oder 8,5 % mehr als vor einem Jahr. Tirols AMS-Chef Anton Kern ortet dabei einen deutlichen Zuwachs der Kurzzeit-Arbeitslosen. „Der deutliche Zuwachs im Bau fiel bemerkenswert stark aus. Ein beträchtlicher Teil der Bauarbeiter besitzt eine Einstellzusage für einen konkreten Arbeitsplatz“, schildert Kern. In Tirol haben insgesamt 9703 als arbeitslos vorgemerkte Personen eine Einstellzusage für einen Arbeitsplatz, das sind um 10 % mehr als vor einem Jahr. Grund dafür war die Kältewelle im Februar, die auch viele Baustellen einfror.
Gestiegen ist im Februar in Tirol allerdings auch die Zahl der unselbstständig Beschäftigten. 314.000 Tiroler hatten einen Job, das ist ein Plus von 5000 Personen. Österreichweit stieg die Zahl der Beschäftigten um 60.000 auf über 3,3 Millionen und erreichte damit ein Rekordhoch. Inklusive Schulungsteilnehmern waren Ende Februar indes 380.460 Österreicher ohne Arbeit. Das sind um 5,2 % mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt laut österreichischer Berechnung 8,4 %. (mas)






