16.07.2012
Tirol

1500 deutsche Soldaten rücken in die Lizum ein

Wattens – Es ist dies der größte Aufmarsch deutscher Soldaten in Tirol seit vielen Jahren. Und es ist ein Aufmarsch, der über zwölf Stunden dauern soll.

Wenn heute gegen 7 Uhr Früh die erste rund zwanzig Fahrzeuge starke Kolonne die schmale Straße in die Wattener Lizum und den Truppenübungsplatz Lizum/Walchen in Angriff nimmt, ist das erst der Auftakt für einen gewaltigen und generalstabsmäßig geplanten Aufmarsch der Bundeswehr auf österreichischem Hoheitsgebiet. „Zweck der Übung ist die Verlegung an sich sowie eine Alpin- und Schießausbildung in unserem Hochlager im Rahmen einer Gefechtsübung der Gebirgsjägerbrigade 23“, erklärt Oberst Raimund Lammer vom Militärkommando Tirol. 1500 deutsche Soldaten und mit ihnen an die 320 Fahrzeuge werden heute bis in den späten Nachmittag nach Wattens anrücken. Von den Startorten Bad Reichenhall, Mittenwald und Füssen geht es gestaffelt im Stundentakt nach Tirol, wo bei den Kristallwelten ein Auffangparkplatz eingerichtet wird, von dem aus sich die Heereskolonnen dann in die Lizum schlängeln sollen. Mit Verkehrsbehinderungen, speziell am östlichen Kreisverkehr bei Wattens sowie an der Abzweigung in die Lizum, ist zu rechnen. Polizei und Heeresbedienstete werden auf den Straßen postiert sein. Der letzte Konvoi sollte sich gegen 17.30 Uhr von Wattens aus auf den Weg machen.

Die Übung der Deutschen soll bis zum 26. Juli dauern, die Rückverlegung wird sich bis zum 27. Juli ziehen. Währenddessen wird die Bundeswehr in der Lizum großteils in Zelten übernachten, das österreichische Bundesheer ist unter anderem für die Verköstigung zuständig, wie Lammer sagt: „Wir haben 20.000 Liter Mineral und an die 3,5 Tonnen Fleisch bereitstehen.“ Der Hunger dürfte somit kein Feind werden. (mami)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 16.07.2012
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