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Liste Fritz

Haselwanter-Schneider verzichtet auf Spitzenkandidatur

Das Ringen um ein Antreten bei den Landtagswahlen im April geht in der Liste Fritz weiter. Mit Andrea Haselwanter-Schneider gibt es eine weitere Absage. Noch ist der Ausgang der innerparteilichen Debatte offen.

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Innsbruck – „Ich habe im Parteivorstand gestern Abend bekannt gegeben, dass ich nicht als Spitzenkandidatin zur Verfügung stehe“, erklärte Klubobfrau und Liste Fritz-Vorstandsmitglied Andrea Haselwanter-Schneider am Dienstag. Stundenlang hatte der Parteivorstand der größten Oppositionspartei im Tiroler Landtag getagt. Am Ende wurde eine Entscheidung über das Antreten der Liste vertagt.

„Wir setzen die Beratungen fort und machen uns die Entscheidung nicht leicht, weil wir den positiven Zuspruch vieler Mitglieder und Sympathisanten sowie ihren vielfach geäußerten Wunsch, die Arbeit der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fortzusetzen, ernst nehmen“, sagte Fritz Dinkhauser. „Um bei den Landtagswahlen 2013 antreten zu können, braucht es eine entsprechende Führungspersönlichkeit.“

Haselwanter-Schneider lehnte das Angebot, als Spitzenkandidatin ins Rennen zu gehen aus persönlichen Gründen ab. „Der Grund ist nicht, dass ich kein Vertrauen der Gruppe spüre, sondern im Gegenteil, aber meine derzeitige Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf hindert mich daran. Wie groß die Belastung ist, hat mir in dramatischer Weise der völlig überraschende Tod von Bernhard Ernst vor Augen geführt.“

Der Parteivorstand wolle die Entscheidung nicht übers Knie brechen. Die Wahllisten sind bis zum 15. März abzugeben. Bis dahin bleibe der Partei genügend Zeit zu einem Beschluss zu gelangen. (tt.com)

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