19.01.2012, 11:39  Aktualisiert: 23.01.2012, 16:36 
YOG 2012

Yogger: Kommunikation 2.0 mit Infostick

Für die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele wurde eine eigene Kommunikationsplattform entwickelt, die auch für Jugendliche eine absolute Neuheit darstellt.
Informationsaustausch ohne Worte: Mit dem Yogger können untereinander Daten ausgetauscht werden.Foto: Schneider
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Video

Innsbruck – Mit einer innovativen Neuerung warten die Jugendwinterspiele auf, die Athleten und ihre Betreuerteams gleichermaßen begeistert. Der Stick heißt „Yogger“ und ist für die Aktiven ein ständiger Begleiter beim Wettkampf und Freizeit- und Bildungsprogramm. Er speichert alle Daten und ermöglicht einen schnellen Informationsaustausch.

Was ist das Ding? „Yogger“ ist ein mit Wireless ausgestatteter USB-Stick mit integriertem Akku. Er erleichtert es, Kontakte und kleine Informationsmengen mit neuen Bekanntschaften auszutauschen. Bereits vor Beginn der YOG wurden für alle Athletinnen und Athleten auf die jeweiligen Yogger allgemeine Informationen über die Jugendolympiade und ihre Veranstaltungen hochgeladen.

Jeder Athlet, der an der YOG teilnimmt, erhielt den Infostick, um ihn als elektronische Visitenkarte zu verwenden. Werden zwei „Yogger“ zusammengehalten, tauschen sich die Daten wie aus Zauberhand automatisch aus. Ein so genannter „Yogger-Tag“ ist ein Sticker mit eingebauter Yogger-Technologie. Damit sind verschiedene Vorteile und Angebote verbunden. Die Athleten können sich mit dem Yogger auf einer Kommunikationsplattform anmelden und so miteinander in Verbindung bleiben.

Jeder Workshop im Congress Innsbruck ist mit Yogger-Technologie ausgestattet. Wer einen Workshop besucht, bekommt bestimmte Punkte, die man braucht, um bei der so genannten „Athlete Challenge“ Preise zu gewinnen. Sie können nicht gekauft werden, sondern nur von jenen Teilnehmern gewonnen werden, die die „Yogger“ verwenden. „Das motiviert uns total zum Besuch der Workshops und des Freizeitprogramms“, verraten die Athleten. Ein spezielles Yogger-Team scannt jeden Abend alle Tags und Sticks, um die Anzahl der Teilnehmer und Aktivitäten zu erfassen, die diese besucht haben. „Überwacht und als gläserner Mensch fühlen wir uns nicht“, sind viele Athleten von dieser Neuerung begeistert, obwohl sich auch Skepsis über mögliche unerwünschte Kontrollen mischt.

Den Yogger haben auch die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) entdeckt. Und zwar für ein umweltfreundliches Projekt im Olympischen Dorf. Dort haben die IKB ein weiteres Schmankerl für die Athleten vorbereitet. Und zwar einen Stromsparwettbewerb, bei dem Sparsamkeit, ökologisches und daher auch ökonomisches Verhalten im Vordergrund steht. Die Sportler jenes Appartements, das am wenigsten Strom verbraucht, gewinnen einen tollen Sachpreis. Stromverbrauch wird auch im Yogger gespeichert. Profitieren können die Athleten vom Yogger auch noch nach den Olympischen Jugend-Winterspielen. Denn dieser hält mit seiner Timeline-Funktion schöne Erinnerungen für sie fest und ermöglicht es ihnen, die neu geknüpften Kontakte aufrecht zu erhalten. (jäle,kajo,lesch)

Im Videobeitrag, der in einer Kooperation des Medienkolleg Innsbruck mit der YOG entstanden ist, werden die Möglichkeiten des Yogger ausgelotet.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Do, 19.01.2012  11:39
aktualisiert: Mo, 23.01.2012  16:36
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