23.01.2012
Innsbruck

Bunte Ansage an den Winter

Das „Schiane giahn“ im Uhrzeigersinn: Kleine Tuxer forderten die Damen zum Tanz auf, während die Bären ihre Kräfte zeigten. Die prachtvollen Spiegeltuxer zogen die Blicke auf sich, während der Nachbau der Igler Bahn Lachsalven erntete. Hexen brachten Unruhe in den geordneten Zug der Schellenschlager und die Schuplattlereinlagen begeisterten die Zuschauer.Fotos: Murauer
Foto: TT / Thomas MURAUER

Igls – Perfekt abgestimmt, könnte man sagen: Nur alle drei Jahre findet in Igls die traditionelle Fasnacht, das „Schiane giahn“, statt. Dabei soll es der Frühling sein, der „schön einhergeht“ und den Winter besiegt. Bei den aktuellen Schneemassen ein höchst spannender Kampf.

Die Igler, namentlich die Veranstalter von der Krampusgruppe Igls-Vill, schreckten davor nicht zurück und boten gestern Sonntag mit einem farbenprächtigen Umzug einen Vorgeschmack auf den Frühling. Zottler, Huttler, Schellenschlager, Bärentreiber und die prachtvollen Spiegeltuxer, die den Frühling verkörperten, tummelten sich auf den Straßen und begeisterten die rund 5500 Zuseher. Die Darsteller sind dabei nach alter Tradition nur die Männer des Dorfes, sie verkörpern auch die knorrigen Hexen. Beim „Schianen giahn“ reiht sich in die Tradition auch Humorig-Aktuelles ein, wird der Zug doch von fantasievollen Faschingswagen begleitet. (TT)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 23.01.2012
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