30.01.2012
Events

Es geht auch ohne Schuhplatteln

Wien war am Wochenende fest in Pillerseetaler Hand. Die Region präsentierte sich beim Tirolerball und über 500 Pillerseetaler kamen mit. Sie begeisterten die Wiener mit viel Charme und Originalität.

Von Harald Angerer

Wien, St. Jakob i. H. – Kein Schnee und trotzdem Tirol – die Pillerseetaler ließen sich vom frühlingshaften Wetter in Wien nicht bremsen und gestalteten einen urig-originellen Tirolerball in Wien. Am Samstag um 20 Uhr öffnete das altehrwürdige Wiener Rathaus die Pforten, dann wurde dort nur mehr tirolerisch gesprochen. Über 500 Pillerseetaler starteten bereits am Freitag in die Bundeshauptstadt, um ihre Region zu präsentieren. Der Tirolerbund hatte das Pillerseetal mit der Gestaltung des Balles beauftragt.

Klein, aber fein sollte er werden, gab Regionsobmann und Bürgermeister von St. Jakob, Leo Niedermoser, im Vorfeld an. Fein war er auch, aber keineswegs klein. Mit gut 1500 Gästen war der Ball ausverkauft und die Programmpunkte begeisterten nicht nur die Wiener. Insgesamt waren 240 Mitglieder von den Musikkapellen der Region, den Brauchtumsvereinen und dem Tanzsportzentrum Pillerseetal mit dem Programm beschäftigt. Gaben sich die Pillerseetaler bei der offiziellen Eröffnung mit Blasmusik, Fahnenschwingen und Aufmarsch der Vereine noch recht konventionell, war das bei der Mitternachtseinlage dann ganz anders. Frei nach dem Motto „Es muss nicht immer Schuhplatteln sein“ zeigten die Jugendlichen des Tanzsportzentrums Pillerseetal ihr Können und ernteten tosenden Applaus. Mit Tanz und Musik wurde das Tal den Ballgästen vorgestellt.

Niederwieser war sichtlich zufrieden mit dem Auftritt des Pillerseetals und seine Bürgermeisterkollegen Brigitte Lackner aus St. Ulrich, Georg Hochfilzer aus Waidring und Sebastian Eder aus Hochfilzen feierten mit. Nicht mit dabei war Fieberbrunns Bürgermeister Herbert Grander, dies tat der Stimmung der Fieberbrunner Abordnung aber keinen Abbruch. Begeistert waren auch Tirolerbund-Obmann Herwig Pelzer und der geschäftsführende Obmann Reinhard Ring. „Es war ein schöner Ball und es freut mich, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen geben wird. Den Ball 2013 wird das Kaunertal gestalten“, erklärt Ring erfreut.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 30.01.2012
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