Ein kritisch Liebender auf Heimatbesuch
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Intensiver Austausch: Elmar Oberhauser interviewt den „Zeitzeugen“ Felix Mitterer.Fotos: Böhm
Foto: Thomas Boehm / TT
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Innsbruck – Ein „Zeitzeuge“ trifft auf alte Bekannte, langjährige Weggefährten und treue Fans: ORF Tirol und Tiroler Tageszeitung hatten am Dienstagabend den international renommierten Tiroler Schriftsteller Felix Mitterer zum Gespräch mit Elmar Oberhauser gebeten. Unter den zahlreichen Gästen im Casineum, die der Einladung zum „Zeitzeugen“-Abend gefolgt waren, fanden sich u. a. Tobias Moretti, der in Mitterers legendärer „Piefke Saga“ eine seiner ersten wichtigen Fernsehrollen gespielt hatte, und der ehemalige ÖVP-Spitzenpolitiker Sixtus Lanner.
Behutsam von Elmar Oberhauser geführt, ließ ein entspannter, gut gelaunt wirkender Felix Mitterer noch einmal zahlreiche Stationen seines demnächst 64-jährigen Lebens und seiner großen Karriere Revue passieren. Die gebannt lauschende Zuhörerschaft erhielt Einblicke in seine Arbeitshaltung: „Man weiß ja nicht, warum man schreibt, wie man schreibt. Was ich zuletzt möchte, ist Menschen mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren.“
Dass er Schriftsteller werden würde, habe er, erzählte Mitterer, schon als Kind gewusst. 1977 schlug mit dem Dauerseller-Kinderbuch „Superhenne Hanna“ und „Kein Platz für Idioten“ die erste große Stunde des Autors und Schauspielers Felix Mitterer. Nach Jahrzehnten der Abstinenz wird er heuer bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs in Franz Kafkas Monolog „Ein Bericht für eine Akademie“ ein spektakuläres Comeback auf der Bühne feiern.
Unvermeidlich die Frage, wie Mitterer, dessen Aufstieg mit einer Wiedergeburt ernstzunehmenden, kritischen Volkstheaters einherging, zu Tirol steht: „Es ist meine Heimat. Das ist schon so.“ 15 Jahre im selbstgewählten irischen Exil („die produktivste Zeit meines Lebens“) haben seinen Blick auf das Land gemildert und Heimweh provoziert. Letzteres stillt Mitterer, neuerdings im Weinviertel angesiedelt, häufig besuchsweise in Tirol: „Mir ist es ganz wichtig, Österreicher zu sein.“ (ih)







