17.02.2012
Innsbruck Land

Unsinn in all seinen Facetten

Am Unsinnigen Donnerstag wurden Axams, Reutte, Rum und Schwaz zum Schauplatz der Tiroler Faschingsnarren. Die kurzzeitige Namensänderung der Landeshauptstadt wurde auch wieder aufgehoben.
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Innsbruck – Es schnalzt und knallt überall, im Dorfzentrum von Axams „schnöllen“ die zehn großen und die zehn kleinen Tuxer mit ihren Goaßln um die Wette. Die typischen Axamer Fasnachtsfiguren, die den Frühling verkörpern, tragen neben ihren Masken farbenfrohe Kostüme und sind damit willkommene Farbkleckse in der weißen Winterlandschaft. Dann heißt es „Bühne frei“ für die Hauptfiguren der Axamer Fasnacht: die Wampeler. Im weißen Leinenhemd, ausgestopft mit Heu, bekleidet mit einem breiten Ledergurt und einem roten Rock über der Hose, stellen die zwanzig Wampeler den Winter dar. Mit einem Stock in der Hand tänzeln die Wampeler geduckt durch das Dorf und erinnern dabei ein wenig an die bucklige Gestalt des Quasimodo. Ein Teilnehmer hat sich dabei verletzt und sich vermutlich die Bänder gerissen. „Das kann bei den tänzelnden Bewegungen schon mal passieren“, erklärt Wampeler-Vater Gerhard Gamper. Zu den Siegern gehören jene Wampeler, die sauber – also weiß – bleiben. Dabei müssen sie einige Angriffe überstehen.

Für den Nervenkitzel sind die Bären verantwortlich. Mit dem furchteinflößenden Aussehen sorgen sie für das ein oder andere nasse Kinderauge. Zur Erheiterung trägt der Auftritt der Altweiber und der Waschweiber bei, die sich neckische Späßchen mit dem Publikum erlauben.

Traditionell und modern zugleich ging es beim Umzug in Rum zu. Und auch die Narren in Reutte und Schwaz hatten am gestrigen Unsinnigen Donnerstag Hochsaison. (miho, cm)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Fr, 17.02.2012
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