18.03.2012, 06:32  Aktualisiert: 18.03.2012, 19:07 
Hippach

Großeinsatz der Feuerwehren im Zillertal: Stall brannte lichterloh

In einem Wirtschaftsgebäude in Laimach war am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Fast 180 Feuerwehrmänner kämpften gegen die Flammen.

Hippach – Samstagabend, 22.30 Uhr: Die Mitglieder der Laimacher Feuerwehr hatten gerade den gemütlichen Teil ihrer Jahreshauptversammlung begonnen, als sie der Notruf erreichte. Einer ihrer Kameraden hatte gerade einen Brand in seinem Stall entdeckt.

Der Florianijünger hatte bei seiner Ankunft zu Hause bemerkt, dass das Tor des Wirtschaftsgebäudes offen stand - obwohl er es doch geschlossen hatte. Er sah hinein und bemerkte das Feuer. Ein landwirtschaftliches Fahrzeug konnte er noch retten, dann alarmierte er seine Kameraden. Innerhalb kürzester Zeit stand der Stadel, der größtenteils aus Holz gebaut war, in Vollbrand.

Kaum war der Notruf in der Leitstelle und bei der FF Laimach eingegangen, rückten die Männer aus. Am Brandort wurden sie auch noch von Einsatzkräften der umliegenden neun Wehren unterstützt, wie der Bezirksfeuewehrverband Schwaz mitteilte. Insgesamt kämpften 179 Florianijünger gegen die wütenden Flammen mitten im Wohngebiet des Hippacher Ortsteils. Sie retteten die Tiere aus dem Stall und löschten von allen Seiten. Auch das Vieh aus einem benachbarten Stall musste evakuiert werden, die Funken flogen zu stark.

Wegen des dichten Rauchs wurden mehrere Trupps mit Atemschutz ausgerüstete. Wasser musste aus einem nahegelegenen Bach und der Ziller zum Einsatzort gepumpt werden. Der extreme Hitzestau in den engen Gassen erschwerte den Einsatz zusätzlich.

Die Feuerwehren leisteten ganze Arbeit: Rasch brachten sie das Feuer unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen der Falmmen auf die umliegenden Gebäude. Gegen 0.30 Uhr wurde „Brand aus“ gegeben. Bis zum frühen Morgen löschten mehrere Einsatzkräfte - auch mit Hilfe eines Baggers - letzte Glutnester. Eine Brandsicherheitswache passte auf, dass die Flammen nicht wieder aufflackern.

Menschen und Tiere wurden bei dem Großfeuer nicht verletzt. Ein Feuerwehrfahrzeug wurde durch die große Hitze leicht beschädigt. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Brandermittler werde im Laufe des Tages die Untersuchungen beginnen. (tt.com)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 18.03.2012  06:32
aktualisiert: So, 18.03.2012  19:07
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