10.01.2013
Tirol

Grüße vom Golan zum Kommando-Jubiläum

Innsbruck – Militärisch stramm saßen die drei Tiroler vor einer blauen UN-Fahne am Golan und sprachen via Internet live ihre Grußbotschaft nach Innsbruck. „Es geht uns gut. Wir haben alles im Griff“, sagte Friedrich Scheibler, der als Logistikchef des Bundesheeres in Syrien dient. Gemeinsam mit Karl Testor aus Völs und Daniel Pichler aus Innsbruck gratulierte er stellvertretend für die 25 Tiroler am Golan dem eigenen Militärkommando zum 50. Geburtstag. Es war der emotionale Höhepunkt des gestrigen Festakts im Landhaus.

Militärkommandant Herbert Bauer zeigte dabei eine Rückschau auf die vergangenen fünf Jahrzehnte. Von den Anfängen 1962 mit einem Nationalratsbeschluss, wonach ab 1. Jänner 1963 eine Kommandostruktur in den einzelnen Bundesländern zu bilden sei, bis hin zu den Zukunftsprojekten, wie der Sicherung des Weltwirtschaftsgipfels in Davos Ende Jänner.

In den vergangenen 50 Jahren untersuchte das Militärkommando insgesamt 300.000 Stellungspflichtige, wobei ein Teil auch aus anderen Bundesländern kam. 181.000 Tiroler bekamen eine Einberufung durch das Militärkommando zugestellt. 4445 Tiroler begaben sich zu einem Auslandseinsatz, während 20.714 Männer den Zivildienst wählten – wobei es noch nie so viele waren wie im vergangenen Jahr. 1206 Tiroler sind laut einer aktuellen Statistik durch das Innenministerium 2012 im Einsatz gewesen. Absoluter Rekord. Die Hälfte davon ist im Rettungsdienst aktiv.

Landeshauptmann Günther Platter betonte in seiner Festrede: „Das Militärkommando ist ein Glücksfall für Tirol. Gerade bei Katastropheneinsätzen und Sportereignissen haben die Grundwehrdiener gearbeitet.“

Bauer zeigte in seiner Rückschau einen Überblick über den Wandel des Bundesheers und die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder. Das Kommando sei ein Teil Tirols.

Auch künstlerisch wurden Zeichen gesetzt. Der „WortKunstArtist“ Wilfried Schatz und der Fotograf Rudolf Schwerma gestalteten gemeinsam mit der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Militärkommandos einen 12-teiligen, großformatigen Bilderzyklus, welcher diese Leistungen im Wandel der Zeit als Kunstwerke darstellt. (mw)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 10.01.2013
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