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Anschlag mit Handgranate auf Innsbrucker Nachtlokal

In den frühen Morgenstunden explodierte vor einem Nachtlokal in der Amraser Straße ein Sprengsatz. Die Granatensplitter flogen rund 25 Meter weit. Die Ermittlungen laufen.

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Innsbruck – Am Mittwoch um 4.55 Uhr gab es in der Amraser Straße in Innsbruck einen lauten Knall. Splitter flogen durch die Luft. Im Eingangsbereich des Innsbrucker „Café del Capo“ war ein Sprengkörper detoniert.

Die Eingangstüre wurde zerstört, die Ermittler fanden Brandspuren. Wie ein Beamter des Landeskriminalamts vor Medienvertretern bei einem Lokalaugenschein am Tatort erklärte, handelte es sich bei dem Sprengkörper um eine Handgranate. Es habe sich um einen „massiven Anschlag mit entsprechendem Gefährdungspotenzial“ gehandelt.

Bei der Explosion seien Glas- und Granatensplitter rund 25 Meter weit auf die gegenüberliegende Straßenseite geflogen und hätten dort Autos und Schaufenster beschädigt. Es wurde niemand verletzt. Zum Tatzeitpunkt habe sich niemand mehr in dem Lokal befunden, da es bereits um 1 Uhr nachts geschlossen habe, sagte Chefinspektor Markus Hammerl.

Das Landespolizeikommando hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit habe man keinen konkreten Hinweis auf den Täter sowie auf ein mögliches Motiv, so Hammerl.

Seit Herbst war es in dem Café immer wieder zu Körperverletzungen und Bedrohungen gekommen. Auch Hinweise auf einen Zusammenhang dieser Häufung an Vorfällen mit dem Anschlag gibt es bisher noch nicht. (tt.com)

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