11.01.2018, 17:57  Aktualisiert: 11.01.2018, 18:09 

Wieso Weshalb Warum

Spürnasen auf Spurensuche

Hunde haben einen sehr guten Geruchssinn. Wo der überall zum Einsatz kommen.
Schäferhündin „Cora“ beim Training für eine Hundestaffel.
Foto: APA/dpa/Alexander Heinl

Hunde haben 20-mal so viele Riechzellen wie der Mensch. Aufgrund der komplexeren Verschaltung im Gehirn können sie sogar millionenfach sensitiver riechen als wir. Als Blinden- oder Lawinenspürhunde sind sie schon lange im Dienst des Menschen. Bei welchen Einsätze die Nase des Hundes noch hilft.

PERSONENSUCHHUNDE: Die sogenannten Mantrailer werden jahrelang darauf trainiert, selbst kleine Geruchsspuren von Gesuchten noch nach vielen Tagen zu erschnuppern - und diesen zu folgen. Studien haben belegt, dass die feinen Nasen in geschlossenen Räumen noch Monate später nachweisen konnten, dass ein Verdächtiger am Tatort war.

SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG: Rauhaardackel „Hoheit“ ist darauf trainiert, den asiatischen Laubholzbockkäfer zu finden. Dieser gilt als einer der gefährlichsten Schädlinge für Laubhölzer weltweit. „Hoheit“ ist im Dienst des Freistaats Bayern und hat dort drei Kollegen.

SCHIMMELSPÜRHUND: Schimmelspürhunde werden in Deutschland seit mehr als 15 Jahren eingesetzt. Sie können auch flüchtige Verbindungen, die der Mensch erst in hohen Konzentrationen wahrnimmt, schon in geringeren Mengen erschnüffeln.

DIABETIKER-WARNHUNDE: Die speziell ausgebildeten Hunde können Diabetiker vor einer lebensbedrohlichen Unterzuckerung bewahren. Der Vierbeiner hilft einem Patienten, Stoffwechselentgleisungen zu erkennen, indem er dies durch erlerntes Verhalten wie etwa Bellen rechtzeitig anzeigt.

KREBSHUNDE: Japanische Forscher haben bei Tests herausgefunden, dass ein speziell trainierter Labrador Darmkrebs in einem frühen Stadium erschnüffelt. Bei „Schnüffeltests“ fand der Hund mit einer Trefferquote von über 90 Prozent die belasteten Proben heraus. Die höchste Trefferquote hatte das Tier bei Proben von solchen Patienten, die sich im frühen Krebsstadium befanden.

BANKNOTENSPÜRHUNDE: Einige Bundesländer setzen Banknotenhunde bei Ermittlungen rund um Untreue, Unterschlagung, Diebstahl und Raub bis hin zu Erpressung und Geldfälschung ein. Die Tiere stöbern Geldnoten sogar in Wandtresoren auf, die hinter einer Holzvertäfelung versteckt sind. Die Hunde erkennen neben dem Euro auch alte Scheine, zahlreiche Fremdwährungen sowie Falschgeld. (dpa)

Toni Times