12.02.2018, 12:31  Aktualisiert: 12.02.2018, 12:45 

Wieso Weshalb Warum

Klopf, klopf: Bleibt der Kopf vom Specht unversehrt?

Beim „Hämmern“ an Bäumen wird das Spechtgehirn stark erschüttert. Besondere Eiweiße könnten es aber vor Verletzungen schützen.
Der Specht und sein Lieblingsort - ein Baumstamm.
Foto: APA (AFP)

Bisher galten die robusten Schädel der Spechte als Beispiel für effektiven Stoßschutz und halfen sogar bei der Entwicklung von Schutzhelmen. Allerdings habe bisher merkwürdigerweise niemand nachgeschaut, ob es tatsächlich keine Schäden im Gehirn der Spechte gibt, so der Forscher Peter Cummings. Beim Klopfen wirken immense Kräfte auf die Vögelköpfe - ein Vielfaches dessen, was beim Menschen zu einer Gehirnerschütterungen führen würde. Nach Untersuchungen der Gehirne von Dunenspechten, der kleinsten nordamerikanischen Spechtart, ist das Rätsel aber noch nicht gelöst. Es finden sich dort Eiweiße, Proteine. . Im Vergleich zu ebenfalls sezierten Hirnen von Rotschulterstärlingen wiesen die der Spechte jedoch deutlich mehr sogenannte Tau-Proteine auf. Diese Eiweiße ummanteln normalerweise schützend die Nervenfortsätze (Axone). Sammeln sie sich jedoch im Übermaß an, was etwa nach Hirnschäden der Fall ist, schädigen sie beim Menschen die Nervenfunktion. Die Forscher vermuten, dass die Tau-Proteine bei Spechten anders als bei Menschen eine schützende Funktion haben. In diesem Fall könnten sie möglicherweise sogar Hinweise liefern, um Menschen mit Krankheiten zu helfen. (APA)

Toni Times