20.02.2018, 11:17 

Wildnis

Die ersten Hummeln starten in den Frühling

In Teilen Europas sorgen wärmere Temperaturen dafür, dass die ersten Insekten mit dem Bau ihrer Nester beginnen.
Solche Blüten gibt es noch nicht, doch die ersten Hummeln verlassen ihre Winterquartiere.
Foto: pixabay

Sonne und mildere Tagestemperaturen locken nach Angaben der Deutschen Wildtier-Stiftung bereits die ersten Hummel-Königinnen aus dem Boden. Es seien die ersten aktiven Wildbienen des Jahres, erklärte der Umweltwissenschaftler Manuel Pützstück am Dienstag. „Bis Mitte April müssen sie ihre Nester gebaut haben, um darin viele Hundert Eier abzulegen.“ Es gebe in Deutschland rund 40 Arten, die meisten seien stark bedroht, vor allem durch den Verlust an Blühpflanzen. Verbreitet seien noch die Dunkle Erdhummel sowie Garten-, Stein- und Baumhummel.

Nach dem Verlassen des Winterquartiers könnten die Königinnen dank ihrer Honigblase im Körperinneren die ersten Februartage überleben, erklärte Pützstück. Dann bräuchten sie jedoch schnell Nektar und Pollen von Krokussen, Schneeglöckchen und Weidenkätzchen. Eine Hummel könne am Tag bis zu tausend Blüten besuchen. Vor dem Abflug zittern sich die Tiere ihre Muskeln warm und bringen ihre Körpertemperatur auf 30 Grad. Ein Hummelvolk besteht aus 50 bis 600 Tieren. (dpa)

Toni Times