13.04.2018, 10:22  Aktualisiert: 13.04.2018, 10:56 

Wieso Weshalb Warum

Die Sturzflug-Künste der Vögel

Einige Vogelarten stürzen sich mit hoher Geschwindigkeit in die Tiefe - um Beute zu erwischen oder um anzugeben.
Der Wanderfalke jagt mit dem Flugmanöver seine Beute.
Foto: APA/dpa/Julian Stratenschulte

Wanderfalken etwa erwischen dank ihrer extrem schnellen Sturzflüge auch Beutevögel, deren Flugmanöver eigentlich unberechenbar sind. Der Auswertung zufolge von Forscher zahlen sich die riskanten Sturzflüge, bei denen die Vögel nach Angaben der Forscher eine Geschwindigkeit von mehr als 360 Stundenkilometern erreichen können, besonders dann aus, wenn die Stare die Falken bereits bemerkt haben und eigentlich unberechenbare Ausweichmanöver ausführen. Die Falken selbst können dank des Sturzflugs aerodynamische Manöver fliegen, die die Chancen erhöhen, einen Star auch dann noch zu erbeuten. Allerdings bringe der Sturzflug hohe Anforderungen an das Sehen und die Flugkontrolle mit sich, schreiben Biologen: Nur wenn beides weitgehend fehlerfrei funktioniere, sei der Sturzflug die optimale Jagdstrategie.

Auch viele Kolibris rasen teils mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft, allerdings eher, um anzugeben: Die Männchen versuchen damit in der Paarungszeit, die Weibchen zu beeindrucken. Costakolibris, auch Veilchenkopfelfen genannt, erzeugen dabei Töne mit einer Frequenz von mehreren 1000 Hertz, und zwar hauptsächlich mit Hilfe ihrer Schwanzfedern. Solche Angeber... (APA)

Toni Times