07.05.2018, 11:27  Aktualisiert: 07.05.2018, 14:30 

Wieso Weshalb Warum

Banane oder Orange - die schrägsten Spitznamen

Thailändische Namen sind kompliziert und lang. Deshalb werden Spitznamen verwendet, die äußerst kurios sind.
Thailändische Kinder hören auf ungewöhnliche Namen.
Foto: AFP

In Thailand, dem südostasiatischen Königreich, gibt es Tausende Kinder, die mit ihrem Rufnamen nach einer Stadt benannt sind. Oder die Mohn, Honig oder Apfel gerufen werden - alles auf Thai oder Englisch natürlich. Und viele, viele Kinder, die Orange, Banane oder Wassermelone heißen.

Hier gelten Städte, Obst oder Pflanzen für die Namenswahl inzwischen sogar als zu altmodisch, so exotisch sie auch sein mögen. Die Thais haben es nun gern ein wenig ausgefallener. Aktuell besonders beliebt sind Firmennamen, vor allem bei reicheren Leuten. Man kann auch auf diese Weise zeigen, dass man hat. Oder zumindest gern hätte.

Von den mehr als 68 Millionen Thais hat praktisch jeder einen Spitznamen. Man erhält ihn von den Eltern gleich nach der Geburt. Der eigentliche Vor- und Familienname steht nur in den offiziellen Papieren. So hat das schon seit mehr als anderthalb Jahrhunderten Tradition.

Im Wesentlichen gibt es dafür zwei Gründe. Zum einen Aberglaube. Die Spitznamen sollten die bösen Geister in die Irre führen. Zum anderen sind die thailändischen Namen, die manchmal kaum noch ein Ende zu finden scheinen, auch für Einheimische ziemlich kompliziert. Drei Silben im Vor- und mindestens doppelt so viele im Nachnamen sind Standard. Was nun die Spitznamen angeht, sind dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt. Sehr verbreitet war früher, dass das Kind nach dem jeweiligen chinesischen Jahr benannt wurde - auch gegen Nuh (Ratte) sprach dabei nicht viel. Nur vor Ma (Hund), wie in diesem Jahr, schrecken die Thais zurück. Sehr beliebt auch andere Tiernamen Pet (Ente), Pla (Fisch) oder Muh (Schweinchen). (dpa)

Toni Times