02.02.2012, 10:14  Aktualisiert: 03.02.2012, 13:48 

Tierisch schlau

Saukalt? So gehen Zootiere mit der Kälte um

Derzeit ist es extrem kalt. Das spüren auch die Tiere. In den Zoos müssen die Tierpfleger aufpassen, dass die Giraffen und Elefanten nicht ausrutschen.
Den Sibirischen Tigern macht die Kälte nichts aus.
Foto: EPA

„Schlafen wie ein Murmeltier“ oder sich doch lieber einen „Winterspeck anfuttern“ – ähnlich wie wir Menschen schützen sich Tiere vor eisigen Temperaturen. Wie, erklärt Eva Oberauer vom Alpenzoo Innsbruck: Säugetiere, wie das Murmeltier, halten Winterruhe oder sogar Winterschlaf. Damit vermeiden sie es, in die Kälte zu müssen. Einige Vogelarten, z.B. der Storch, fliegen einfach in wärmere Gebiete. Besonders schlau geht der Tannenhäher vor: er legt sich vor dem Winter einen Futtervorrat an, auf den er dann in der Kälte zurückgreifen kann. Selbst exotische Zootierarten aus Afrika oder Südostasien im Wiener Tiergarten Schönbrunn schlagen sich wacker und gehen auch im Winter täglich für ein paar Stunden ins Freigehege. Sibirischer Tiger und Panda freuen sich sogar darüber, im Schnee spielen zu können. Nur bei großen Tieren, wie Elefanten oder Giraffen, muss man aufpassen, dass sie nicht ausrutschen. Und unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, bekommen manchmal von den Tierpflegern sogar einen lauwarmen Tee gereicht.

Ein bisschen Nachhilfe brauchen auch manchmal die Haustiere. Bei Hunderassen mit kurzem und dünnem Deckhaar ist ein Wintermantel als zusätzlicher Wärmeschutz für Wirbelsäule und Nieren sinnvoll. „Sonst frieren sie“, erklärt Peter Szabados, Tierarzt in Innsbruck. Wie wir Menschen eben. (pia)

Toni Info

Wen dieses Thema übrigens näher interessiert, der kann heute zum Murmeltiertag im Alpenzoo Innsbruck eine Führung zum Thema „Wintervorbereitung“ mitmachen.

Weitere Informationen auf www.alpenzoo.at

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