10.05.2012, 13:47  Aktualisiert: 30.08.2012, 11:30 

BunteWelt

Kinder, so macht Händewaschen Spaß!

Nicht immer haben sich Menschen gewaschen, wenn sie schmutzig waren. Noch vor dreihundert Jahren puderten und parfümierten sich bei uns die meisten lieber.
In unserer Bildergalerie zeigen wir dir, wie du deine eigene Seife herstellen kannst... Fotos: Pircher, Shutterstock, Mitarbeit/Idee: Bettina Westreicher
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Die ersten Seifen und Bäder hatten zuerst auch nur reiche Menschen wie Könige und Herzoge. Sie waren die Ersten, die spürten, wie herrlich frisch und sauber man sich nach einem Bad mit Seife fühlt. Dabei war die Seife schon längst erfunden: Bereits vor 4000 Jahren stellten die Sumerer Seife her. Das war ein Volk, das im südlichen Mesopotamien (in Asien) lebte und eine Hochkultur hatte.

Heute werden auf der ganzen Welt Millionen Seifen in Fabriken hergestellt und das ist keine Zauberei, sondern Chemie. Grundstoff für die Zubereitung von Seife sind Öle und Fette: Damit daraus Seife wird, muss das Fett in seine Grundbestandteile zerlegt werden. Deshalb verkochen Arbeiter das Fett sehr lange zu einer Lauge. Diese Flüssigkeit ist beim Kochen nicht ganz ungefährlich und darf nur von Spezialisten gemacht werden.

Trotzdem kann sich jeder seine ganz persönliche Seife herstellen. Wer Spaß an Farben und Düften hat, kann sich auch austoben. Ein Tipp: Besonders frisch ist zum Beispiel die Zitronenseife. Dafür die Schale einer unbehandelten Zitrone abhobeln, etwa zehn Minuten in heißem Wasser ziehen lassen. Wem die natürliche Farbe zu wenig intensiv ist, der kann auch ein bisschen Lebensmittelfarbe in selber gemachte Seifenmasse mischen.

Du kannst dabei auch mit anderen Kräutern und Blüten arbeiten.

Die Zutaten können frisch oder getrocknet sein. Zum Beispiel funktioniert es gut mit Rosenblättern, Lemongrass, Lavendel, Calendula, Hagebuttenschalen, Thymian oder was sonst noch gut riecht oder schön ausschaut.

Ganz speziell ist eine Seife aus Kastanien.

In der Rosskastanie stecken so genannte Saponine. Das sind Stoffe, die auch in Seifen stecken. Sie schäumen und machen sauber. Die Kastanie schützt sich mit diesen Stoffen vor Pilzbefall.

Für die Kastanienseife brauchst du:

Rosskastanien, Nussknacker oder Zange, zwei verschließbare Gläser, ein Küchentuch, Messer, Haushaltsgummi, ein Brettchen

Knack die Kastanie auf, schäle sie. Faulige wegschmeißen, sonst muffelt die Seife. Nun musst du die Kerne in kleine Stücke schneiden. Dabei lässt du dir am besten von einem Erwachsenen helfen. Die kleinen Stücke schüttest du nun in eines der Gläser und gibst warmes Wasser dazu. Warte bis das Wasser weißlich schäumt, dann sind die Saponine aus der Kastanie gelöst. Jetzt verwendest du das Kastanienwasser wie sonst ein Kräuter- oder Blütenwasser.

(Liane Pircher)

Toni Info

Tipp: Du kannst die Seife von Hand formen oder mit Keksausstechern. Ist die Masse zu fest: Gib noch Blütenwasser dazu. Ist die Masse zu weich: Nimm mehr Kräuter und Blüten, sie saugen die Flüssigkeit auf.

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