Wildnis
Wüstenmaus spuckt scharfe Samen wieder aus
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Wenn die Maus auf die Beeren beißt, zerplatzen sie in ihrem Mund. Foto: Shutterstock
Foto: BANG
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Ein Strauch in der Wüste hat einen besonderen Trick entwickelt, um seine Samen zu verbreiten. In der israelischen Negev-Wüste sind die wenigen dort wachsenden Beeren eine begehrte Leckerei für die Ägyptische Stachelmaus. Beißt die Maus aber auf die Beeren, platzen sie in ihrem Mund.
Aus diesem Grund haben die Mäuse gelernt, die Samen vom Fruchtfleisch zu trennen und einfach wieder auszuspucken.
Von dem Verhalten profitiert die Pflanze: Die ausgespuckten Samen keimen doppelt so schnell aus wie Samen, die im Inneren der Früchte verbleiben. Die Sträucher bilden das ganze Jahr über Früchte. Jede Beere enthält bis zu 20 Samen. Auch Kamele, Eidechsen und viele Vögel fressen die Beeren der Pflanze. Sobald die Samen der Beeren zerbissen werden, wird ein scharfer Geschmack gebildet. Einigen Tieren macht das nichts aus, der Maus ist diese Mahlzeit aber zu scharf.
Die Forscher zeigten auch, dass die ausgespuckten Samen zum Teil Stunden später von anderen Mäusen gefressen werden können. Sobald das Fruchtfleisch entfernt ist, sind die Samen nicht mehr scharf.
(dpa)




